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Kunstwerk vom Stephansdom

St. Lamberti: Die Wiener „Himmelsleiter“ ist da

Münster

Eineinhalb Jahre hing das „Himmelsleiter“-Kunstwerk von Billi Thanner am Wiener Stephansdom. Seit Mittwoch wird es in und an St. Lamberti in Münster installiert. Eine erste Leuchtprobe verlief am Mittwoch erfolgreich.

Von Martin Kalitschke

Testleuchten in Lamberti: Das erste Stück der Wiener „Himmelsleiter“ ist am Mittwoch installiert worden. Foto: Matthias Ahlke

Die 48 Meter lange „Himmelsleiter“ vom Wiener Stephansdom ist in Münster eingetroffen. Im Innenraum der Lambertikirche ist am Mittwoch das erste Stück des Kunstwerks von Billi Thanner installiert worden – zwölf Meter lang, mit 14 Sprossen und etlichen Neonröhren. Draußen, am Turm von St. Lamberti, werden auf Gebäude wie Kirchtürme spezialisierte Kletterer ab Donnerstag den Rest der Leiter installieren – 36 Meter lang, mit 33 Sprossen und LED-Leuchten. Spielt das Wetter mit, wird das Kunstwerk – das für die Verbindung zwischen Himmel und Erde steht – am Montag komplett sein. Eingeweiht wird es am 3. September beim „Schauraum“.

„Hans-Bernd, das müssen wir haben“: Pfarrer Köppen erinnert sich noch gut an den Anruf von Pastoralreferentin Ursel Schwanekamp vor gut einem Jahr, nachdem sie die Himmelsleiter am Turm des Stephansdoms entdeckt hatte. Köppen rief die Künstlerin Billi Thanner an, die die Idee auf Anhieb gut fand. Als auch die Verantwortlichen am Stephansdom zustimmten, ging alles ganz schnell.

Innentreppe wurde neu produziert

Anfang der Woche wurde die Außentreppe von Wien nach Münster transportiert. Die Innentreppe ist von der Wiener Lichtwerkstatt Knoll für St. Lamberti neu produziert worden – die jeweils drei Meter langen Stücke des Pendants aus dem Stephansdom haben inzwischen Kunstsammler erworben, berichtet Thanner, die den Aufbau in Münster persönlich verfolgt.

Das Projekt ist aufwendig – und teuer. Leistungen vom Transport bis zur Installation in Höhe von 70.000 Euro haben allerdings Sponsoren übernommen, berichtet Köppen. Weitere 45.000 Euro flossen an Geldspenden. Die Gemeinde steuert 25.000 Euro bei. Am „Schauraum“- Wochenende wird es in Lamberti zudem eine Tanzperformance von Billi Thanner geben. Dafür hat die Gemeinde alle Kirchenbänke abgebaut. „Wir nehmen das zum Anlass, mal wieder den Fußboden zu reinigen“, sagt Ursel Schwanekamp, „das war überfällig.“

Leiter bleibt bis März

Nach dem „Schauraum“ kehren die Bänke wieder zurück. Die Himmelsleiter soll bis März bleiben. Ein leuchtendes Kunstwerk in einer Zeit, in der alle Energie sparen? Der Verbrauch sei im Vorfeld berechnet worden, sagt Köppen. Die „Himmelsleiter“, die nur stundenweise leuchten soll, verbrauche bis März so viel Strom wie ein Fernseher in einem Jahr, Kosten pro Tag: 50 Cent.

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