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„Vivat Pax“

Historienspiel mit vielen Parallelen zur Weltsituation

Münster

Auch in diesem Jahr dürfen sich die Menschen auf das Historienspiel „Vivat Pax“ freuen. Das Freiluftspektakel des Stadtheimatbundes geht am Samstag (10. September) mit zwei Aufführungen in die nächste Runde.

Von Simon Beckmann

Freuen sich auf die beiden Aufführungen von „Vivat Pax“: (v.l.) Peter Kaenders (Stadtheimatpfleger und stellvertretender Vorsitzender des Stadtheimatbundes), Frank Philipp (Stadtheimatbund), Ursula Warnke (Vorsitzende Stadtheimatbund) und Autor Hans-Peter Boer Foto: Matthias Ahlke

Das Historienspiel „Vivat Pax“ geht in die nächste Runde – und das wie gewohnt mit zwei Aufführungen. Denn am Samstag (10. September) findet das Freiluftspektakel zum Westfälischen Frieden um 13 und um 15 Uhr auf dem Platz in der Stubengasse statt.

„Wir sind dieses Mal nicht in unserem Wohnzimmer, dem Platz des Westfälischen Friedens“, erklärt Frank Philipp aus dem Vorstand des Stadtheimatbundes mit Blick auf die Baustelle im Rathausinnenhof. Doch dafür werde die Bühne nun unter der Platane in der Stubengasse aufgebaut. Die ersten Proben seien dort bereits am Sonntag durchgeführt worden und hätten durchaus schon für Aufmerksamkeit gesorgt.

Viele engagierte Laiendarsteller

Schließlich wartet auf das Publikum bei den diesjährigen Aufführungen wieder ein gewohnt authentisches Historien-Spektakel mit vielen engagierten Laiendarstellern, das im Jahr 2017 das erste Mal aufgeführt wurde und sich seitdem – wie Autor Hans-Peter Boer betont – stetig weiterentwickelt hat.

Dementsprechend werde es auch in diesem Jahr neue Szenen und neue Spielelemente unter anderem im Hinblick auf den Krieg in der Ukraine geben. „Die Grundlinie ist geblieben. Wer das Stück aufmerksam verfolgt und mitdenkt, wird viele Parallelen zur aktuellen Situation auf der Welt sehen“, sagt Boer.

Peter Kaenders vom Stadtheimatbund ergänzt, dass man Not, Elend, Vertreibung und Tod, aber auch die Sinnhaftigkeit von Gesprächen, Regeln und Vereinbarungen bei „Vivat Pax“ erleben könne. „Der Vorbildcharakter des Westfälischen Friedens ist bedeutsam. Man setzt sich hin und redet“, bemerkt Boer.

Mit Akrobaten, Blasorchester und Chor

Als Regisseur hat wie gewohnt Markus Kopf seine Finger im Spiel, wenn das Volk auf der Straße und nicht die Herrschenden zu Wort kommen.

Um das Freiluftspektakel, das gleichzeitig die diesjährigen 44. Kultur- und Heimattage (10. September bis 24. Oktober) eröffnet, noch lebendiger zu machen, sind ebenso wieder Akrobaten aus dem Hochschulsport der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) sowie das Blasorchester und der große Chor des Gymnasiums Paulinum dabei.

Schlechtes Wetter? „Gibt´ nicht.“

Und was ist bei schlechtem Wetter? „Das gibt’s nicht“, sind sich Philipp, Boer, Kaenders und die Vorsitzende des Stadtheimatbundes, Ursula Warnke, einig. Und wenn doch, dann werde eben trotzdem gespielt.

Die ehrenamtlichen engagierten Schauspieler und anderen Beteiligten im Alter von neun bis über 80 Jahren haben auf die Aufführungen schließlich hingefiebert.

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