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Sparmaßnahmen

Trotz hoher Energiepreise: Straßenlaternen bleiben an

Münster

Immer mehr Kommunen reagieren auf die steigende Energiepreise – sie dimmen ihre Straßenbeleuchtung, schalten gar einzelne Laternen komplett ab. Münster will jedoch anders Energie und Kosten sparen.

Von Martin Kalitschke

Am Dortmund-Ems-Kanal in Münster gibt es entlang der Veloroute in Richtung Senden eine adaptive Beleuchtung. Foto: Stadt Münster

Bundesweit nimmt die Zahl der Kommunen zu, die ihre Straßenlaternen dimmen – oder gleich ganze Abschnitte ihrer Straßenbeleuchtung abschalten, um in Zeiten explodierender Energiepreise die Kosten zu reduzieren. So werden in Weimar Straßenlaternen später an- und früher abgeschaltet und in Mainz weniger genutzte Radwege auch weniger beleuchtet. Auch Leipzig und Dresden planen kürzere Betriebszeiten, während Bremen viele Lampen nachts um 50 Prozent dimmt.

Gibt es auch in Münster entsprechende Pläne? Klare Antwort: Nein. „Eine Einschränkung der Beleuchtungszeiten in Münster ist aktuell nicht in der Diskussion“, teilte die Stadtverwaltung am Montag auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Energiesparen ist schon lange Thema

Gleichwohl beschäftige das Energiesparen bei der Straßenbeleuchtung sowohl die Stadt Münster als auch die beauftragten Stadtnetze – ein Tochterunternehmen der Stadt – schon lange. Daher seien bereits lange vor der Energiekostenexplosion wirksame Maßnahmen zur Reduzierung von Lichtbelastung und Energieeinsatz ergriffen worden, betont die städtische Pressestelle.

So habe der Energieverbrauch trotz steigender Leuchtenzahl (plus neun Prozent) seit 2006 um 23 Prozent gesenkt werden können. Die Straßenbeleuchtung komme aktuell auf insgesamt rund 4100 Leuchtstunden und werde durch einen zentralen Dämmerungsschalter gesteuert. Es gibt derzeit rund 28.900 Leuchten, berichtet die Stadt.

Immer mehr energiesparende LED

Seit 2015 laufe zudem ein Programm zum sukzessiven Tausch der alten Leuchtmittel gegen energiesparende LED. Mittlerweile seien bereits 28 Prozent der Straßenleuchten umgerüstet worden. Bis 2026 sollen jedes Jahr weitere 1200 Straßenlaternen umgerüstet werden.

Ferner erprobe die Stadt seit 2016 an verschiedenen Stellen die sogenannte adaptive, sensorgestützte Beleuchtung, die sich nur dann anschaltet (bzw. die Helligkeit hochfährt), wenn sich jemand nähert. An neuen Beleuchtungsstrecken am Kanal komme diese adaptive Beleuchtung mittlerweile zum Einsatz. Ein ganz ähnliches System soll auch auf den beiden Konversionsflächen York und Oxford umgesetzt werden, um Energieeinsatz und Lichtbelastung auf ein Minimum zu reduzieren. Die Straßenbeleuchtung werde mit zertifiziertem Ökostrom betrieben, unterstreicht die Stadt.

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