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Corona in Münster

Hohe Impfquote schließt tödliche Corona-Verläufe nicht aus

Münster

Dass im Winter die Infektionszahlen wieder steigen werden, gilt als sicher. Doch Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer sieht Münster durch eine hohe Impfquote gut gewappnet. Und das, obwohl tödliche Corona-Verläufe nicht vollständig auszuschließen seien.

Von Anna Spliethoff

78,9 Prozent der Münsteranerinnen und Münsteraner sind bereits vollständig geimpft. Die Stadt geht davon aus, dass die "sehr hohe Impfquote" in Münster einen "starken Schutz" für den Herbst und Winter bedeute. Foto: dpa (Symbolbild)

Seit fast zwei Wochen sinkt die Zahl der Corona-Infizierten in Münster stetig. Doch die Stadtverwaltung rechnet damit, dass sich die Entwicklung wieder umkehren wird. "Es ist davon auszugehen, dass mit der kalten Jahreszeit und zunehmenden Aktivitäten in geschlossenen Räumen auch das Infektionsgeschehen anziehen wird", sagt Münsters Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. Doch er betont auch: "Aber damit werden wir fertig werden."

Der Leiter des Corona-Krisenstabs begründet das vor allem mit der "sehr hohen Impfquote" in Münster. 78,9 Prozent der Münsteranerinnen und Münsteraner seien mittlerweile vollständig geimpft. Bei den über Zwölfjährigen liege die Impfquote bei 88,7 Prozent, bei den Menschen ab 60 sogar bei 97 Prozent. Diese Impfquoten bieten einen "starken Schutz", so Heuer. So berichtet die Uniklinik Münster, dass dort ausschließlich ungeimpfte Corona-Patienten behandelt werden.

Mobile Angebote und Auffrischungsimpfungen

Um diesen noch zu erhöhen, werde die Impfkampagne weiter fortgeführt. "Grundsätzlich sind jetzt vor allem jene Menschen mit einem Impfangebot anzusprechen, die selbst über keinen stabilen ärztlichen Kontakt verfügen", erläutert eine Sprecherin der Stadt. Dafür seien weiter mobile Impfaktionen geplant.

Impfaktionen von Stadt, WWU und FH

Teil der Impfkampagne seien nach städtischen Angaben zudem Auffrischungsimpfungen in Pflegeeinrichtungen, die auch das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium empfiehlt. Eine grundsätzliche Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu den Dritt-Impfungen steht bislang noch aus.

Auch Geimpfte unter den Corona-Toten in Münster

"Bei alledem ist es leider nicht auszuschließen, dass bei schweren Vorerkrankungen weiterhin auch tödliche Krankheitsverläufe möglich sind", sagt Wolfgang Heuer. Unter den vier zuletzt registrierten Todesfällen waren nach Angaben der Stadt eine 95-jährige Frau sowie ein 79-jähriger und ein 85-jähriger Mann, die allesamt vollen Impfschutz hatten. "Diese haben jedoch unter schweren Vorerkrankungen gelitten", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Bei allen dreien lag die zweite Corona-Impfung mindestens fünf Monate zurück.

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