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Serie: „Münsters Tatort-Helfer“

Patrick Gurris bietet Tatort-Rundgänge an

Münster

Patrick Gurris bietet Tatort-Rundgänge an. Gerne würde er mal ein Drehbuch für die Krimi-Reihe schreiben.

Stadtführer Patrick Gurris beim Tatort-Rundgang durch die Innenstadt. Foto: Stadt Münster/Angelika Klauser

Der Münster-Tatort wird 20. In einer Serie stellt der Filmservice Münster.Land Menschen aus Münster vor, die beruflich mit dem Münster-Tatort verbunden sind. In der letzten Folge berichtet Patrick Gurris, seit 1998 Stadtführer bei Statt-Reisen, wie die Tatort-Rundgänge entstanden.

Der erste Tatort-Rundgang in Münster war eine Kooperation zwischen dem damaligen Presseamtsleiter Joachim Schiek und Stadtführer Patrick Gurris. Da Gurris auch als Drehbuchautor arbeitet, war er aus Sicht des Presseamtes der ideale Mann für die Entwicklung eines Münster-Spaziergangs auf den Spuren von Boerne und Thiel.

„Aber es mussten natürlich erst einmal einige Münster-Tatorte ausgestrahlt werden, damit wir genug Drehorte hatten, die wir zeigen konnten“, erinnert sich Gurris. Um die zunächst eher spärliche Anzahl an Tatorten in Münster auszugleichen, unterfütterte Gurris sein Rundgang-Skript mit ergänzenden Informationen.

„Ich habe mich gefragt, wie ist das in Münster in Wirklichkeit?“ Deshalb interviewte er Polizei und Rechtsmedizin und baute die Infos in den Tatort-Rundgang ein.

Rundgang ist „nie richtig fertig“

Die Entwicklung dauerte ein paar Monate, erinnert sich Gurris. So ein Rundgang sei nie richtig fertig, weil ja immer neue Tatort-Folgen dazukämen, „die ganze Sache ist in einer stetigen Entwicklung.“ So startete 2007 der erste Tatort-Rundgang.

Inzwischen gibt es neben dem Wilsberg- und dem Tatort-Rundgang auch einen kombinierten Krimi-Spaziergang aus den Wilsberg- und Tatort-Folgen und wahren Kriminalfällen. „Die gefällt mir persönlich am besten“, sagt Gurris. Alle drei Führungen seien beliebt.

Gerne würde er den Auftrag für ein Drehbuch zum Münster-Tatort bekommen. „Aber das ist sehr schwierig, da es nur zwei im Jahr gibt.“ Beim Kölner Tatort hat es dagegen schon geklappt. Zusammen mit dem aus Münster stammenden Autor Stephan Brüggen­thies verfasste Patrick Gurris das Drehbuch für die hoch gelobte Folge „Erfroren“.

Zurzeit ar­beitet er an einem Drehbuch für die zweite Staffel der ZDF-Serie „Wendehammer“, die voraussichtlich Anfang 2023 ausgestrahlt wird.

Gurris wünscht sich Doppelfolge

Zum 20-jährigen Tatort-Jubiläum wünscht sich Gurris, „dass sie einen Zweiteiler aus Wilsberg und Tatort machen.“ Samstagabend würde in seiner Vorstellung das Wilsberg-Team im ZDF von den Tatort-Ermittlern unterstützt, am Sonntag gäbe es dann in der ARD die gleiche Geschichte aus Münster-Tatort-Sicht. „Das wäre sehr schön, da könnte man wunderbare Witze machen.“

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