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Mahnwache am Schlossplatz

„Im Iran stehen alle Bürger unter Druck“

Münster

Die Situation im Iran spitzte sich in den vergangenen Wochen mehr und mehr zu, alle Rufe nach Reformen bringen keine Wirkungen, das gesamte System müsse verändert werden. Dafür tritt Jahan Shakibapour ein.

Von Luca Pals

Jahan Shakibapour hielt am Freitagvormittag die Stellung bei der Mahnwache am Schlossplatz. Foto: Luca Pals

Es ist kalt geworden am Schlossplatz. Den 71-jährigen Iraner Jahan Shakibapour hält das aber nicht auf – im Gegenteil: Für die Menschenrechte und Freiheit in seinem Heimatland hält er am Freitagvormittag die Stellung bei der Mahnwache für den Iran.

Organisiert von einer Gruppe Musiker, die unter dem Titel „Das Boot“ zusammenkommen, und unterstützt durch den Verein für politische Flüchtlinge, soll die Mahnwache seit dem 21. November an die Proteste und gewaltvollen Niederschlagungen im Iran erinnern.

Shakibapour kam vor 37 Jahren nach Deutschland, seitdem habe sich die Situation im Iran stark verschlechtert: „Alle Bürger stehen unter Druck.“ Keiner glaube mehr an Reformen, die stets versprochen werden; alles andere als der Wechsel des politischen Systems würde keine Veränderungen mit sich bringen.

Seine Forderungen sind für jeden deutlich: „Freiheit für den Iran!“, „Keine Todesstrafe“ und den Sturz der regierenden islamischen Republik. Die Mahnwache am Schloss wurde nun um weitere zwei Wochen verlängert, es besteht darüber hinaus die Möglichkeit bis März kommenden Jahres weiter auf dem Schlossplatz stehen zu können.

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