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Runder Tisch fordert Entlastung

In der früheren York-Kaserne leben 750 Flüchtlinge

Münster

Der Ukraine-Krieg hat auch die Flüchtlingsarbeit durcheinander gewirbelt. 750 Flüchtlinge, die nicht aus der Ukraine stammen, sind aktuell in der früheren York-Kaserne in Gremmendorf untergebracht. Der „Runde Tisch für humanitäres Bleiberecht“ betrachtet das als zu viel.

Von Klaus Baumeister

Teile der früheren York-Kaserne in Gremmendorf werden als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Foto: Oliver Werner

In der zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) des Landes auf dem Gelände der früheren York-Kaserne leben aktuell 750 Flüchtlinge. „Das bedeutet für die Betroffenen wie für die Einrichtung und den Betreiber ASB eine immense Herausforderung.“ Darauf weist die Pfarrerin Alexandra Hippchen, Moderatorin des Bündnisses „Runder Tisch für ein humanitäres Bleiberecht“, in einem Brief an die münsterischen Ratsmitglieder hin.

Unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Krieges habe sich die Belegung der Einrichtung „in kürzester Zeit“ auf bis zu 920 Menschen verdoppelt. Hintergrund ist, dass buchstäblich Platz geschafft werden musste für Flüchtlinge aus der Ukraine. Zu diesem Zweck wurden Flüchtlinge aus anderen Ländern in anderen Einrichtungen zusammengefasst, unter anderem in Gremmendorf. Die dichte Belegung führe inzwischen zu Spannungen und für alle Seiten belastenden Situationen, heißt es.

Das Bündnis begrüßt ausdrücklich das staatliche Engagement für die Menschen aus der Ukraine. Gleichzeitig sehe man „eine solche Behandlung als ebenso notwendig für die Geflüchteten anderer Regionen“.

Forderungen an die Stadt

Konkret richtet das Bündnis diese Forderungen an die Stadt:

„Psychisch belastete und schwer körperlich erkrankte Menschen“ sollen aus der ZUE herausgeholt und in eine kommunale Unterkunft wechseln.

Flüchtlinge mit „familiären Beziehungen“ in Münster sollen ebenfalls die Einrichtung erlassen dürfen und die Stadt Münster die Bereitschaft erklären, sie über die Aufnahmequote hinaus aufzunehmen.

Kinder und Jugendliche solle in die Regelbeschulung aufgenommen werden.

Die Stadt soll sich für eine Verkürzung der Unterbringung in der Landeseinrichtung einsetzen.

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