1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Ansturm auf die Innenstadt in Münster

  8. >

Passantenfrequenz

Ansturm auf die Innenstadt

Münster

In der Stadt bummeln statt im Internet shoppen: Münsters Innenstadt erlebt aktuell eine beeindruckende Renaissance. Die Passantenzahlen sind wieder annähernd so hoch wie vor der Pandemie.

Es knubbelt sich auf der Salzstraße wie in früheren Zeiten: Am Beispiel dieser Lage zeigt sich, dass die Menschen die Innenstadt für sich zurückgewinnen. Foto: WFM/Martin Rühle

Nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie strömen die Menschen wieder in Scharen in die münsterische Innenstadt. Das Aufkommen von insgesamt 50.000 Passantinnen und Passanten, die auf Initiative der Wirtschaftsförderung Münster GmbH an einem Mai-Samstagmittag an 24 Standorten binnen einer Stunde gezählt wurden, bewegt sich fast wieder auf dem durchschnittlichen Zehn-Jahres-Niveau, heißt es in einer Pressemitteilung.

Zudem behalten zahlreiche innerstädtische Lagen ihre Stärke bei, zum Beispiel liegen der Prinzipalmarkt, die Ludgeristraße und die Rothenburg weiter an der Spitze der beliebtesten Routen durch das Zentrum. Nach mehreren Krise-Monaten beschert die anhaltend hohe Dynamik den Händlern und Gastronomen eine Perspektive, betont die Wirtschaftsförderung.

Innenstadt von Münster hat hohe Sogwirkung

„Trotz mehrfacher Lockdowns sind Münsters Händler und Gastronomen wohl mit einem blauen Auge davongekommen“, erklärt Enno Fuchs, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster. „Die City beschert ihren Besuchern ein vielfältiges Einkaufserlebnis in diesem attraktiven Stadtkern. Dieses Ambiente hat eine hohe Sogwirkung auf Einheimische wie auch auf internationale Gäste“, begründet Fuchs die Attraktivität der münsterischen Innenstadt.

Anlass zu dieser Einschätzung bietet Fuchs nicht nur die händische Zählung durch Studierende des Instituts für Geografie der Uni Münster. Neben der Momentaufnahme vom Mai untermauern auch die Daten der permanenten, elektronischen Messstellen, etwa an der Ludgeristraße, der Salzstraße oder am Alten Fischmarkt, die hohen Frequenzwerte.

Bis Ende des Jahres acht Millionen Besucher

„Zum Beispiel werden wir auf der Ludgeristraße am Ende 2022 mehr als acht Millionen Besucher erfasst haben, so die Prognose, wenn keine weitere Corona-Welle über uns hereinbricht und die Kaufkraftverluste im absehbaren Rahmen bleiben“, sagt Fuchs mit Blick auf die strategische, zukunftsorientierte Innenstadtentwicklung, „an der wir gemeinsam mit allen relevanten Akteuren und Mitteln arbeiten“.

Auch die jüngst gestartete Geschäftsführerin der Initiative starke Innenstadt (ISI), Lisa Kittner, freut sich über die wiederbelebten Straßen, Gassen und Plätze. Nichtsdestotrotz dürfen die Akteure in der Innenstadt nicht darauf hoffen, „dass sich wieder alles so geben wird wie vor der Pandemie“, sagt sie. „Ein Indiz ist, dass die Umsätze noch hinter den Erwartungen zurückbleiben und das Personal fehlt.“ Der stationäre Handel kämpfe schon seit mehreren Jahren ziemlich stark mit steigenden E-Commerce-Anteilen, betont sie.

Startseite
ANZEIGE