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Corona-Lage

Inzidenz bei Kindern in Münster fast bei 300

Münster

591 neue Corona-Fälle! Die Zahl der Neuinfektionen hat in der vergangenen Kalenderwoche einen neuen Höchststand erreicht. Interessant ist, wie sich die neuen Fälle verteilen. 

Von Jan Hullmann

591 neue Coronafälle wurden in der vergangenen Kalenderwoche in Münster über PCR-Tests im Labor bestätigt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Die Infektionszahlen in Münster sind auch in der vergangenen Kalenderwoche (KW 47; 22. bis 28. November) weiter stark angestiegen. Das Gesundheitsamt  hat in dem Zeitraum 591 Corona-Neuinfektionen labordiagnostisch bestätigt, 93 mehr als noch in der Vorwoche. Die Zahlen gehen aus dem wöchentlichen Datenreport der Stadt Münster hervor. Dabei wird der Einfluss der Impfungen auf das Infektionsgeschehen deutlich.

365 Geimpfte in Münster infiziert

Von den 591 Infektionen wurden nach Angaben der Stadt 365 bei geimpften Personen nachgewiesen. Nicht unterschieden wird dabei, ob die Infizierten Krankheitssymptome aufweisen oder nicht. 

Im Umkehrschluss heißt das, dass 226 Neuinfektionen bei Ungeimpften aufgetreten sind. 97 dieser Ansteckúngen betrifft Kinder im Alter bis 11 Jahren, für die noch kein Impfstoff zur Verfügung steht. In dieser Altersgruppe ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch. Sie liegt bei 299,7 (+86,5 zur Vorwoche). Insgesamt lag die Inzidenz in Münster in der vergangenen Kalenderwoche bei 188,8.

Wie hoch ist die Inzidenz bei Ungeimpften?

Betrachtet man nur die Münsteranerinnen und Münsteraner über zwölf Jahre, so sind unter den Ungeimpften 129 Neuinfektionen zu verzeichnen. Wie viele Menschen in Münster noch ungeimpft sind, ist allerdings kaum zu ermitteln, da einerseits bei den Impfungen der Wohnort nicht erfasst wurde und andererseits offenbar auch nicht jede Impfung gemeldet wurde.

Bei der Annahme, dass alle nach Angaben der Stadt 257.000 in Münster geimpften Personen auch hier wohnen, blieben knapp 23.000 Ungeimpfte, die älter als zwölf Jahre sind, übrig. Rein rechnerisch ergibt sich für diese Gruppe eine Sieben-Tage-Inzidenz von 560, der tatsächliche Wert dürfte aus den genannten Gründen niedriger sein. Dabei sollte auch beachtet werden, dass Ungeimpfte sich – unter anderem wegen der 3G-Regel am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln – häufiger testen lassen.

Viele Neuansteckungen bei Kindern

Je jünger, desto mehr Fälle – so lässt sich die Aufschlüsselung der Sieben-Tage-Inzidenzen nach Altersgruppen zusammenfassen. Die Inzidenz bei den Zwölf- bis 17-Jährigen ist leicht gesunken, sie liegt nun bei 253,8 (-6,7 im Vergleich zur Vorwoche). In allen anderen Altersgruppen ist die Inzidenz gestiegen.

Inzidenz doppelt so hoch wie im Vorjahr

Die Inzidenz ist in etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr. Im vergangenen Jahr ging die Inzidenz ab Anfang November deutlich zurück - unter anderem wegen eines bundesweiten Lockdowns. 

Die meisten Neuinfektionen wurden in der vergangenen Kalenderwoche in Wolbeck (49) und Gievenbeck (46) registriert. 

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