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Uni Münster

Jetzt bedroht die Energiekrise die Präsenzlehre

Münster

Corona ist immer noch nicht vorbei – und jetzt gibt es an der Universität eine weitere Bedrohung des Lehrbetriebs in Präsenz. Das Rektorat hat allen Mitgliedern der WWU geschrieben.

Von Karin Völker

Die Energiekrise trifft auch die Universität. Foto: IMAGO

Über drei Semester lang lehrte und forschte die Uni Münster mit Blick auf Corona im Lockdown, nun gibt es neben der Pandemie einen weiteren Grund, der die Präsenzlehre womöglich abermals gefährdet. Das Rektorat der WWU hat an alle Mitglieder der Hochschule geschrieben und auf die Problematik eines möglichen Gaslieferstopps hingewiesen. Gleichzeitig laute die Botschaft für das im Oktober beginnende Wintersemester: „Es soll unbedingt in Präsenz stattfinden“, betont WWU-Sprecher Norbert Robers.

Die Universitätsleitung sehe sich aber verpflichtet, schon jetzt deutlich zu machen, dass die Folgen einer massiven Energiekrise auch für die WWU nicht absehbar seien. So werden in dem Schreiben Beschäftigte und Studierende bereits jetzt aufgefordert, Energie zu sparen, „wo es nur geht“, erklärt der Uni-Sprecher.

Folgen der massiven Energiekrise sind nicht absehbar

Die WWU erzeugt die für den Eigenbedarf, das Universitätsklinikum und viele Gebäude des Studierendenwerks nötige Wärme im eigenen Heizkraftwerk am Orléans-Ring. „Die Energieversorgung wird hauptsächlich mit eingekauftem Gas gesichert, erläutert Robers. Bei Bedarf gebe es einen Austausch mit den Stadtwerken, die Fernwärme liefere, aber auch von der Uni produzierte Wärme abnehme.

Zusätzlich gebe es auch die Möglichkeit, das Uni-Kraftwerk mit Heizöl zu betreiben. Dafür könnten 1,5 Millionen Liter Heizöl in Tanks eingelagert werden. Die Uni sei dabei, die Füllstände in den Tanks zu erhöhen. Mit dieser Menge könnten alle zu versorgenden Gebäude bei Kälte von minus zwölf Grad zehn Tage lang beheizt werden. Dem Rektorat liege es fern, Alarmismus zu verbreiten – „aber wir wollen auch auf mögliche Szenarien im Winter hinweisen“.

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