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Flugsaison beginnt

Jetzt starten die Flieger wieder durch

Münster

Die Corona-Maßnahmen sind aufgehoben, das Wetter wird immer besser: Die Flugsaison kann beginnen. Wie die Rahmenbedingungen aussehen, erläutern Vertreter der Bezirksregierung Münster.

Der Blick über Münster aus dem Flugzeug heraus lohnt sich. Gut zu erkennen sind hier unter anderem der Aasee und der Dom. Foto: Bezirksregierung Münster

Die Corona-Pandemie hat in den beiden vergangenen Jahren vieles verändert. Das gilt auch für den allgemeinen Flugbetrieb. Die Anzahl der Flugzeuge am Himmel ist seit Beginn der Pandemie deutlich zurückgegangen. Jetzt, da die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben sind und die Tage länger werden, beginnt sie wieder: die Flugsaison.

Neben den üblichen Passagiermaschinen tummeln sich nun auch viele andere Flieger am Himmel: Segelflugzeuge, Propellermaschinen, Hubschrauber, Drohnen, Ballone. Die Bezirksregierung Münster ist laut Mitteilung als Luftaufsichtsbehörde für die Überwachung des Luftverkehrs zuständig.

Luftraum ist für alle frei

Frank Nießen steht dem Dezernat für Luftverkehr vor. „Grundsätzlich befassen wir uns mit allen Aspekten des zivilen Luftverkehrs an Flugplätzen und Flughäfen.“ Dabei gehe es um Fluggenehmigungen, um die Luftsicherheit sowie um die Luftaufsicht und viele andere Aspekte des Luftverkehrs, so der 61-Jährige.

Der Büroleiter des Luftfahrdezernates heißt Marcus Müller. Sein Job ist neben der Planung und Organisation des Geschäftsbereiches der Luftaufsicht die Überprüfung von Flugbetriebs- und Lärmbeschwerden aus der Bevölkerung. Der Luftverkehrsfachmann hebt hervor: „Der Luftraum ist für Luftfahrzeuge grundsätzlich frei.“

Was er damit meint, ist, dass nicht jeder Flug einer speziellen Genehmigung bedarf. „An Flugplätzen finden zum Beispiel private Motorflüge, Rundflüge, Segelflüge oder Ausbildungsflüge für angehende Piloten statt. All diese Flüge werden nach den Sichtflugregeln durchgeführt. Das heißt, der Pilot wählt den Flugweg bei solchen Flügen eigenverantwortlich auf Sicht“, erklärt Müller. Natürlich unterliege man auch auf solchen Flügen einigen Grundsatzregeln. So gebe es zum Beispiel die vorgeschriebene Sicherheitsmindesthöhe. „Über bebautem Gebiet beträgt diese innerhalb eines Sicherheitsradius von 600 Metern 300 Meter über dem höchsten Hindernis.“

Mit Fliegen gegen den Stress

Für die technischen Sachverhalte ist Thomas Schelenz als Luftfahrtechnischer Dezernent zuständig. Für den Flieger und Piloten hat die Fliegerei zwei Aspekte: „Zum einem ist da die berufliche Seite. Prüfungen abnehmen, die technischen Sachverhalte der Luftfahrt oder die Aspekte der Luftaufsicht. Auf der anderen Seite bin ich gerne privat im Flugzeug unterwegs. Ein Flug von Borkenberge zur Nordsee dauert gerade mal eine oder eineinhalb Stunden. Manchmal tut es einfach gut, dem Stress zu entfliehen und nach einem stressigen Arbeitstag einfach mal abzuheben.“

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