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Gerangel um Terminansetzung für Parteitag

Kampfkandidatur um CDU-Vorsitz

Münster

Die münsterische CDU entscheidet am Samstag über die Nachfolge von Hendrik Grau. Doch der Termin für den Parteitag ist umstritten. Spielt auch Machtkalkül eine Rolle?

Von Dirk Anger

Simone Wendland Foto: CDU

Am Samstag will Münsters CDU über die Nachfolge des scheidenden Vorsitzenden Hendrik Grau abstimmen. Doch hinter den Kulissen hat diese Terminansetzung angesichts der dramatisch steigenden Corona-Zahlen für einige Verstimmungen und Unmut gesorgt.

Auch der nach zwei Jahren nicht wieder kandidierende Parteichef sieht die Veranstaltung offenbar mit großer Sorge. Das geht aus einer Nachricht von Hendrik Grau an die Mitglieder des Kreisvorstands und die Vorsitzenden der Ortsunionen hervor, die unserer Zeitung vorliegt.

Bedenken an Durchführung des Parteitags

Darin heißt es, dass man die Durchführung der für den kommenden Samstag geplanten Mitgliederversammlung nicht verantworten könne bzw. überdenken müsse. Darüber sei sich Grau „angesichts der fortschreitenden pandemischen Lage“ einig mit Oberbürgermeister Markus Lewe und CDU-Ratsfraktionschef Stefan Weber. Allerdings könne er auch Simone Wendland gut verstehen, „die die Mitgliederversammlung am Samstag unbedingt durchführen möchte“, schreibt der CDU-Chef.

Wendland tritt mit Team an

Die bei der Wahl im Mai erneut kandidierende Landtagsabgeordnete Wendland bewirbt sich mit einem Team um den Kreisvorsitz – und setzt natürlich auf die Unterstützung der am Samstag ebenfalls zu bestimmenden münsterischen Delegierten für die Landesvertreterversammlung. Diese bestimmt nämlich über die Aufstellung der CDU-Landesliste, die für manchen Direktkandidaten ein Rettungsnetz sein könnte, wenn der eigene Wahlkreis verloren geht.

Gab am Donnerstagabend seine Kandidatur bekannt: Dr. Markus Johow Foto: pd

Digitale Vorstellung mit Abstimmung in Präsenz

Wendland setzt darauf, dass fast alle Mitglieder den Parteitag zunächst digital zu Hause verfolgen. Für die Wahlen gibt es dann nach den Vorstellungen der Kandidaten ein 90-minütiges Zeitfenster, in dem vor der Stadthalle Hiltrup in Präsenz abgestimmt werden kann. Man müsse trotz der Corona-Bedingungen gucken, „was noch geht“, sagt Wendland.

Der ursprünglich als Anwärter für den Vorsitz gehandelte Südost-Bezirksbürgermeister Peter Bensmann wird nicht antreten.

Auch Markus Johow kandidiert

Dafür warf am Donnerstagabend Dr. Markus Johow seinen Hut in den Ring. Der 49-Jährige arbeitet als Planer im Bauwesen, ist Vorsitzender der CDU Pluggendorf und 1. Baas des Mühlenhof-Vereins. „Viele mittelständische Unternehmer, Kaufleute, Landwirte und Handwerker“ hätten ihn angesprochen, ob er bereit wäre, für den Kreisvorsitz der CDU Münster zu kandidieren.

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