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Dortmund-Ems-Kanal

Kanalpromenade soll bis Ende 2023 weitgehend ausgebaut sein

Münster-Hiltrup/Amelsbüren

Entlang des Dortmund-Ems-Kanals wird Münster eine 27 Kilometer lange Fahrradstraße erhalten. Der erste große Abschnitt der Kanalpromenade im Süden der Stadt ist nun offiziell eröffnet worden. 

Von Michael Grottendieck

Oberbürgermeister Markus Lewe (M.) und Landesverkehrsminister Oliver Krischer (r.) vorneweg. Links im Bild Stadtbaurat Robin Denstorff. Der erste Abschnitt der neuen Kanalpromenade wurde in Amelsbüren mit reichlich Segen von oben eingeweiht. Foto: Matthias Ahlke

Oberbürgermeister Markus Lewe stieg auf sein eigenes E-Bike, für alle anderen standen Leihräder parat. Ein paar Meter auf der – zuvor in hohen Tönen allseits gepriesenen – Kanalpromenade wollten alle Ehrengäste trotz des Dauer-Meimels einige Meter radeln. Landesverkehrsminister Oliver Krischer meint fast ein wenig trotzig, er sei auch Umweltminister und freue sich sehr über den ersehnten Regen. Man merkte ihm an: Es hätte ruhig an einem anderen Tag so schütten dürfen.

Die Grundidee der Kanalpromenade, deren erster Abschnitt nun fertiggestellt ist, ist denkbar einfach wie bestechend: Entlang einer Wasserstraße wie dem Dortmund-Ems-Kanal können Radfahrer kreuzungsfrei und somit recht verkehrssicher unterwegs sein. In Münster stehen von Süden bis Norden stolze 27 Kilometer für für den neuen – von Markus Lewe so apostrophierten – Kanal-Highway zur Verfügung.

Neue Verkehrsachse im Münsterland

Da die Umlandgemeinden in den Kreisen Coesfeld und Steinfurt mitziehen, entstehen neue Möglichkeiten für das gesamte Umland, Münsters Innenstadt zu erreichen. Es ist eine neue Verkehrsachse im Münsterland, wie Minister Krischer sagte. Dabei kündigte er an, das Land NRW wolle in den kommenden vier Jahren erheblich in die Radwege-Infrastruktur investieren. Er sprach von 1000 Kilometer neuen Radwegen.

Kommentar: Zwei ungelöste Fragen

Der Ausbau innerhalb der Stadtgrenzen Münster solle bis Ende kommenden Jahres 2023 abgeschlossen sein, stellte Stadtbaurat Robin Denstorff in Aussicht. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Im innerstädtischen Bereich, zwischen Wilhelmshavenufer und dem Asphaltmischwerk, müsse man den Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals abwarten.

Elf-Millionen-Projekt

Um den zügigen Ausbau des Restes will Projektleiter Andreas Groot-Körmelink in den kommenden Monaten alle Hebel in Bewegung setzen. Das Elf-Millionen-Projekt sei vor drei Jahren beschlossen worden und trotz vieler Beteiligter wie Kommune, Land und Bund zügig und flott umgesetzt worden.

Auf zehn Kilometer Länge können in Hiltrup und Amelsbüren Frühaufsteher die Funktion der intelligenten Lichtsteuerung bereits testen: Ab 6.30 Uhr geht das Licht an – und zwar immer, wenn sich ein Radfahrer oder Fußgänger nähert. Alle 35 Meter entfernt stehen die Belichtungsmasten. Das Licht läuft quasi mit.

Kanal-Highway bleibt ein Betriebsweg

Ein Appell durchzog alle Ansprachen: Bitte nehmt Rücksicht! Die Kanalpromenade weist zwar eine Breite von vier Metern auf. Wenn Radfahrer und Fußgänger sich den Raum teilen und der Verkehr aus beiden Richtungen kommt, wird es nur funktionieren mit gegenseitiger Rücksichtnahme.

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