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Schlossgeister ehren „Menschenfreund“

Kappe statt Kippa für Friedensreiter Fehr

Münster

Hohe närrische Auszeichnung für Sharon Fehr: Der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde wurde als Friedensreiter ausgezeichnet.

-hpe-

Sharon Fehr (2.v.l.) wurde närrisch geehrt. Links Schlossgeister-Präsident Jürgen Felmet, in der Mitte Oberbürgermeister Lewe Foto: hpe

Sharon Fehr spricht von „einem Höhepunkt in meiner Karriere“ und meint damit eine närrische Auszeichnung, die besonders ist: Der langjährige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde steht am Freitagabend im närrischen Kreis der KG Schlossgeister im Gräftenhof des Mühlenhofes und trägt nun den Titel „Freud- und Friedensritter“.

Fehr: „Ich bin ja fast sprachlos und fühle mich als euer neuer Reiter jetzt natürlich ganz besonders dem Frieden verpflichtet.“ Es sei gerade in schweren Zeiten für die Gesellschaft „eine Herausforderung, miteinander in Frieden zu leben“. Er selbst wünsche sich „ein friedliches und interkulturelles Münster als Ziel“, so der Ordensträger.

Laudatio vom Oberbürgermeister

In seiner Laudatio würdigt Oberbürgermeister Markus Lewe, der selbst vor einigen Jahren von den Schlossgeistern geehrt wurde, Fehr als eine „einzigartige Persönlichkeit und einen Menschenfreund“, der als „eingemeindeter Münsteraner viel für die Stadt getan hat“.

Etwas neidisch ist Lewe auf Fehr allerdings auch: „Fehr wurde acht Mal in Folge in seinem Amt als Vorsitzender gewählt. Das schaffe ich als Oberbürgermeister niemals. Ansonsten müsste ich vermutlich irgendwann jeden Morgen mit dem Krankenwagen aus dem Seniorenheim ins Rathaus gefahren werden.“

Mit dem leidenschaftlichen Motorrad-Rennsportler Fehr könne Lewe zwar auf seiner Leeze tempomäßig nicht mithalten, dennoch wolle man „auf Zweirädern Seite an Seite als Freud- und Friedensritter reiten“.

Prinz Mario nutzt bei seinem Auftritt die Gelegenheit, sich für Fehrs Engagement zu bedanken. Zu seinen närrischen Liedern holte der Prinz Sharon Fehr mit Kappe statt Kippa auf die Bühne. Auch Sänger Guido Stadelmann sowie die Tänzerinnen Fiona und Celina Höne bereicherten das Fest.

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