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Katholikentagswallfahrt von Münster nach Telgte

Beten mit den Füßen

Telgte/Münster

Wolfgang Ipolt, Bischof von Görlitz, war sichtlich begeistert. „Das war ein echtes Erlebnis“, sagte der Geistliche am Samstagmittag, nachdem er zusammen mit mehr als 1000 anderen Gläubigen im Rahmen der Katholikentagswallfahrt in der Emsstadt eingezogen waren.

A. Große Hüttmann

Um 9 Uhr hatten sich knapp 900 Wallfahrer von Münster aus auf den Weg in die Emsstadt gemacht. Singend und betend zogen sie in Richtung Osten durch die Straßen der Domstadt und über die gesperrte Bundesstraße nach Telgte. Foto: Matthias Ahlke

Ganz ähnlich ging es Friedhelm Heuser. Der 63-Jährige aus Mecklenburg-Vorpommern hatte sich erst am Morgen spontan entschlossen, sich mit der Wallfahrt auf den rund zwölf Kilometer langen Weg nach Telgte zu machen. „Das war mein erstes Pilgererlebnis. Ich merke zwar meine Füße und bin sicherlich froh, wenn ich morgen nicht mehr viel laufen muss, aber das war für mich ein schönes Zeichen des Glaubens“, sagte er bei der Mittagspause im Dümmert-Park in Telgte.

Um 9 Uhr hatten sich knapp 900 Wallfahrer in Münster von der NRW-Bank aus auf den Weg in die Emsstadt gemacht. Singend und betend zogen sie in Richtung Osten durch die Straßen der Domstadt und über die gesperrte Bundesstraße nach Telgte. Begleitet wurden die am Ende deutlich mehr als 1000 Pilger von einem starken Polizeiaufgebot, darunter auch gepanzerte Fahrzeuge von Spezialeinheiten.

Damit im rund 400 Meter langen Pilgerzug auch alles mit der nötigen Ordnung abging, also Lieder und Gebete zeitgleich angestimmt wurden, hatten die Organisatoren um Domkapitular Dr. Klaus Winterkamp und den aus Telgte stammenden Geistlichen Dr. Hans-Werner Dierkes auf die Unterstützung des Vorstandes der Fußwallfahrt Bocholt-Kevelaer zurückgegriffen. Mit 33 Vorbetern nahmen die Bocholter teil und sorgten mit Hilfe ihrer Pilgerstäbe dafür, dass Lieder und Gebete auch über diese große Entfernung zeitgleich an den verschiedenen Stellen des Wallfahrtszuges angestimmt werden konnten.

An der Marienlinde wurden die Teilnehmer von Propst Dr. Michael Langenfeld und Pater Ephrem empfangen. Begleitet von der Fahne der Wallfahrtsgilde ging es über den Markt und die Kapellenstraße zur Kapelle. Nach einem gemeinsamen Gebet gab es im Dümmert-Park auf Kosten des Bistums eine Stärkung.

Anschließend hielt Bischof Dr. Felix Genn in Begleitung von zahlreichen weiteren Geistlichen den Festgottesdienst in der Clemenskirche.

Parallel zur Fußwallfahrt hatte sich auch eine Familienwallfahrt mit Bussen auf den Weg in die Emsstadt gemacht.

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