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Friedensbuch an Lewe überreicht

Kinder warnen vor Krieg und Intoleranz

Münster

Viele Erwachsene können von diesen Kindern noch etwas lernen, lobte Oberbürgermeister Markus Lewe. Von Delegationen münsterischer Grundschulen bekam er das Friedensbuch 2021 überreicht - ein Gemeinschaftswerk von 1300 Kindern.

Von Karin Höller

Delegationen der Eichendorffschule, der Mathias-Claudius-Schule und der Peter-Wust-Schule überreichen Markus Lewe das Friedensbuch. Foto: ohw

Dickes Lob vom Oberbürgermeister an die Viertklässler, die dem Stadtoberhaupt am Donnerstagmittag das Ergebnis ihres Kinder-Friedenstreffens überreichten, an dem sich – wie berichtet – 1300 Kinder von 13 Grund- und Förderschulen beteiligt hatten. „Wir lernen von euch Kindern“, erklärte Lewe, als er das überdimensionale Friedensbuch entgegennahm, in dem Fotografien der großformatigen Plakate der einzelnen Schulen mit den Friedensvorstellungen und Wünschen der Kinder zusammengebunden wurden.

Die Friedensbücher der münsterischen Schulen, von denen einzelne Exemplare im Foyer des Friedenssaals ausgestellt werden, haben eine lange Tradition – das erste Kinder-Friedenstreffen fand 1998, im Jubiläumsjahr 350 Jahre Westfälischer Frieden, statt. Seit einigen Wochen können die Exemplare mit Fotos zu den einzelnen Friedenstreffen auch digital in der Bürgerhalle des Rathauses angeschaut werden.

Friedensfotos im Münster-Blog

Im Friedensbuch 2021 haben die Kinder mit viel Farbe und Symbolik Wünsche für ein friedvolles und von Toleranz geprägtes Miteinander zusammengestellt. „Wir kennen Kinder aus Syrien und Afghanistan, die selber Krieg miterlebt haben“, sagt einer der Grundschüler, die zudem 6000 Karten gestaltet und mit Friedensbotschaften an Verwandte und Freunde verschickt haben. „Wir wünschen uns, dass alle in Frieden aufwachsen und es allen Kindern so gut geht wie uns in Münster“, ergänzt eine Schülerin.

Lewe macht den Kindern Mut und berichtet davon, dass die Friedensbücher auch bei Besuchen von Staatsoberhäuptern und Diplomaten im Rathaus gesehen werden. „Dann werden wir ja berühmt“, triumphiert Sophie (8).

Erstmals kann die digitalisierte Version des aktuellen Friedensbuchs online angeschaut werden.

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