Kommentar

Kindesmissbrauch: Kinderschutz braucht Zweifler

Die Stadt hat einen externen Experten mit einer Analyse ihres Vorgehens beim Jugendschutz im Missbrauchsfall von Münster beauftragt. Das Ergebnis zeigt Schwachstellen beim Kinderschutz, aus denen die Stadt lernen will. Ein Kommentar.

Karin Völker

In dieser mittlerweile abgerissenen Gartenlaube soll es zu schwerem sexuellen Missbrauch gekommen sein. Foto: dpa

In der Sozialarbeit gibt es wohl kaum einen verantwortungsvolleren und sensibleren Bereich als den Kinderschutz. Und wenn hier etwas schiefgeht, so wie im Fall des jetzt Elfjährigen, der im Missbrauchkomplex von Münster als Hauptopfer gilt, dann werden Schwächen im System offenbart. Darum ist es gut, dass die Vorgehensweise des Jugendamtes in dem Fall nun extern analysiert wurde und die Stadt mit den Ergebnis transparent umgeht. Das hilft leider nicht mehr dem Elfjährigen, aber vielleicht anderen durch sexuellen Missbrauch gefährdeten Kindern.

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