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Lions-Clubs engagieren sich für Hochwasser-Opfer

Klangvolle Spende ins Ahrtal

Münster

Die Zerstörungen, die die Flut im Ahrtal im Sommer angerichtet hat, sind gewaltig. Die drei münsterischen Lions-Clubs helfen jetzt, dass Schüler in Bad Neuenahr wieder Musik machen können.

Von Andreas Hasenkamp

Damit Musik wieder Brücken zwischen Menschen schaffen kann: Spenden aus Münster gehen nach Bad Neuenahr. Foto: Andreas Hasenkamp

Von drei münsterischen Lions Clubs geht eine Spende ins Ahrtal, um die zerstörte Musik-Abteilung des Peter-Joerres-Gymnasiums in Bad Neuenahr teilweise zu erneuern. Davon angeregt kommt eine weitere Spende von der Stiftung der Deutschen Lions.

Bei einem Treffen im Hiltruper Kloster kam eine Sachspende hinzu – ein Kontrabass. Eine Delegation aus Bad Neuenahr war gekommen, die Musiklehrerin Susanne Ketz mit den Oberstufenschülern Tim Esten, Christian Prange, Sophia Gros und Luca Johanna Knieps, um Vertreter der Spender-Clubs zu treffen: Hans-Peter Boer vom LC Münster, Dr. Veronika Jüttemann vom LC Münster-Annette-von-Droste-Hülshoff und Lothar Günzel vom LC Münster-Johann-Conrad- Schlaun. Hinzu kam der Lions-Governor Dieter Schumann-Wagner.

Viele Räume des Gymnasiums wurden überschwemmt

Als im Ahrtal das Hochwasser kam, überschwemmte es auch viele Räume des Gymnasiums, auch jene mit den Musikinstrumenten für Streicher und Bläser. Der Schulleiter musste Lehrkräfte zum Verlassen des Gebäudes drängen – sie wollten die Instrumente noch schnell auf Tische stellen, um sie zu retten.

In der Notlage handelten viele direkt und schnell: Schon am Wochenende nach der Flut gab es die erste Mail zwischen der Musiklehrerin Ketz und dem Münsteraner Boer, etwa 180 sollten folgen. Ketz war zuversichtlich, dass die Hilfe kommen würde – sie beauftragte erste Reparaturarbeiten an den Blas- und Streichinstrumente.

Lions-Clubs taten sich zusammen

In Münster taten sich drei Lions Clubs zusammen, um zu sammeln. Auf Bundesebene, berichtete Governor Schumann-Wagner, kamen drei Millionen Euro für die Überschwemmungsopfer zusammen.

Die Rückreise ins Ahrtal, ebenfalls per Bahn, trat die Delegation mit einem großen Begleiter an, dem Kontrabass von Pater Hans Pitruff. Der Kontrabass hat ihn Jahrzehnte begleitet, aber aus Altersgründen könne er ihn nicht mehr spielen. So war Pitruff gut aufgelegt, sein Instrument in sachkundige Hände zu geben. „Auf Wiedersehen am Aasee!“ sagte er – Susanne Ketz hatte bei einem Spaziergang am Aasee die Idee, dort einmal mit dem Orchester aufzutreten.

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