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Vorentscheidung bei Verhandlungen

Klarastift: Franziskus-Stiftung soll neuer Träger werden

Münster

Das seit Langem in finanzielle Schieflage geratene Klarastift soll einen neuen Träger bekommen. Die Stadt hat sich für eine ortsansässige Stiftung entschieden.

Von Ralf Repöhler

Das Klarastift soll einen neuen Träger bekommen. Foto: Matthias Ahlke

Die seit Jahren in finanzielle Schieflage geratene, städtische Altenhilfeeinrichtung Klarastift soll zum 1. Januar 2022 mit der St.-Franziskus-Stiftung einen neuen Träger bekommen. Über einen entsprechenden Beschlussvorschlag an den Rat der Stadt als Vorstand der Stiftung Magdalenenhospital, die derzeit Trägerin der Klarastift-Gesellschaften ist, sind nach interner Abstimmung der Stadtverwaltung am vergangenen Freitag die Aufsichtsratsmitglieder, die Stiftungskommission, die Fraktionsvorsitzenden, die Bewohner und Mitarbeiter sowie die Verhandlungspartner informiert worden. Neben der St.-Franziskus-Stiftung soll sich zuletzt die Evangelische Perthes-Stiftung um die Trägerschaft des Klarastiftes beworben haben.

Auf Dauer wirtschaftlich festigen

Nach der Modifizierung des Übertragungsverfahrens der Klarastift-Gesellschaften im Mai und deren finanzieller Stabilisierung durch die Stadt Münster im Juni ist der angestrebte Trägerwechsel auf einen potenten Nachfolger zum kommenden Jahr realistisch, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die Verhandlungen mit mehreren potenziellen Partnern hätten zum Zwischenergebnis geführt, die Verhandlungen mit der St.-Franziskus-Stiftung fortzusetzen. Ausschlaggebend seien das Abwägungsergebnis aller Entscheidungsmaßstäbe und die stiftungs- und kommunalrechtlichen Rahmenbedingungen. Ziel der Stadt sei es, die Klarastift-Unternehmensgruppe wirtschaftlich auf Dauer zu festigen und den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Dazu solle das Klarastift auf einen ortsansässigen, gemeinnützigen neuen Träger übertragen und in dessen Verbund weiter qualitätsvoll an der Andreas-Hofer-Straße geführt werden.

Städtische Finanzspritze im Sommer

Die Stadt hatte der Alten- und Pflegeeinrichtung im Sommer zusätzliche Finanzmittel von maximal 2,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um den Betrieb bis zum Jahresende sicherzustellen. Allein bis zu 785 000 Euro der Gesamtsumme sollen dazu dienen, die Liquidität der Klarastift Service GmbH bis Dezember zu gewährleisten. Frühestens im Jahr 2024 sei mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis zu rechnen, hieß es damals.

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