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Nach dem Abgang des Vorstandsvorsitzenden

Klaus Richter soll Sparkassen-Geschäfte übernehmen

Münster

Nach dem überraschenden Abgang von Sparkassen-Chef Markus Schabel zeichnet sich eine Nachfolge-Lösung ab. Am Mittwoch will der Verwaltungsrat Nägel mit Köpfen machen.

Von Dirk Anger und Ralf Repöhler

Soll die Sparkasse führen: Klaus Richter Foto: Münsterland e.V./Philipp Foelting

Die Stelle des auf eigenen Wunsch bei der Sparkasse Münsterland Ost ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden Markus Schabel wird zunächst nicht von außen neu besetzt, wie es aus Sparkassen-Kreisen heißt. Stattdessen will der Verwaltungsrat der Sparkasse nach Informationen unserer Zeitung in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch (22. September) den bisherigen Schabel-Stellvertreter Klaus Richter auch mit der offiziellen Übernahme der Geschäfte betrauen.

Richters aktueller Vertrag läuft dem Vernehmen nach noch zwei Jahre. In diesem Zeitraum soll sich nach Vorstellungen des Verwaltungsrates zeigen, ob die neue personelle Aufstellung zur Dauerlösung wird. Das langjährige Vorstandsmitglied Klaus Richter ist erst zum 1. Juli dieses Jahres zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Er hat bereits – nach dem abrupten Ausscheiden von Schabel – die öffentlichen Repräsentationsaufgaben des Vorstandsvorsitzenden übernommen.

Diese Personalie wie auch die Berufung von Dr. Annegret Saxe als erste Frau in der Geschichte der Sparkasse Münsterland Ost als stellvertretende Vorständin sollen bei Schabel nicht auf Gegenliebe gestoßen sein. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende hat es vermieden, sich öffentlich zu den Gründen für seinen Rückzug nach 17 Jahren an der Spitze der Sparkasse Münsterland Ost zu äußern. Er hatte einst seinen ehemals langjährigen Vertrauten und jetzigen Nachfolger nach Münster gelotst.

Die Sparkasse steht wie andere Institute mit Blick auf Regulatorik und Digitalisierung vor großen Herausforderungen. Auch das Filialnetz dürfte in den kommenden Jahren weitere Veränderungen erfahren, wenn Öffnungszeiten mit Personal weiter reduziert werden.

Blick auf mögliche Fusionen

Nach Schabels Ausscheiden wollen die Gewährträger Gespräche über mögliche Zusammenschlüsse mit anderen Häusern intensiveren. Ansprechpartner sind vor allem die Kreissparkasse Steinfurt und die Sparkasse Westmünsterland. Der Vertrag des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Krumme läuft bis zum Jahr 2023.

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