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Podiumsdiskussion „Desaster Wohnen“

Kleines Zeitbudget für großes Thema

Münster

Podiumsdiskussion zu Münsters Reizthema: Landtagskandidatinnen und -kandidaten sprachen übers Wohnen – und machten Verbesserungsvorschläge, um die aktuelle Notlage zu lindern.

Von Maria Conlan

Maximilian Kemler (v.l.; FDP), Martin Grewer (Volt), Ralf Heimann (Moderation), Robin Korte (Grüne) und Bibiane Benadio (SPD) diskutierten über das Thema Wohnen. Foto: Maria Conlan

Es waren weniger Personen auf dem Podium als geplant, es waren mehr Themen als ursprünglich angedacht und ein relativ kleines Publikum, das aber konzentriert zuhörte. Die Rede ist von der Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten zum Thema „Desaster Wohnen“ am Donnerstag im Paul-Gerhardt-Haus.

Nicht gekommen war Simone Wendland (CDU), weil sie nicht mit Hubertus Zdebel von den Linken an einem Tisch sitzen wollte – aufgrund der unterschiedlichen Haltungen der Parteien zum Ukraine-Krieg. Letztlich fehlte auch Zdebel – allerdings wegen eines Wasserschadens im Haus. Rums-Redaktionsleiter Ralf Heimann moderierte also das Gespräch mit Maximilian Kemler (FDP), Martin Grewer (Volt), Robin Korte (Grüne) und Bibiane Benadio (SPD).

Keine Zeit für Fragen

Die Veranstaltungszeit einzuhalten, war eine große Herausforderung, denn selbst zwei Stunden stellten sich als zu knapp für die Themenvielfalt heraus. Pia Dilling (DGB) stellte an die Politiker Fragen zum Thema bezahlbarer, sozialer Wohnungsbau. Rebecca Schöler (AStA WWU) thematisierte die Wohnungssuche von Studierenden und Auszubildenden. Noma Hajar (Mieterinnen-Schutzverein) brachte Leerstände, Wohnraumförderung und Mietendeckel ins Gespräch. Werner Szybalski (LEG-Mieterinnen-Initiative) sprach sich gegen Profiterwirtschaftung sowie ständige Mietspiegelanpassungen aus. Schließlich stellte Wolfgang Bensberg gemeinschaftliche, genossenschaftliche Wohnformen als Zukunftsmodell vor.

Oft herrschte Einigkeit bei den Landtagskandidaten. Kemlers Wohnraumlösung lautete unter anderem „ab in die Höhe“ und Wegfall der Bürokratie. Benadio legte großen Wert auf Soziales, gegen Vereinsamung und für eine bunt gemischte Stadt. Grewer wünschte sich stärkere Digitalisierung, wie etwa für bessere Leerstandskontrollen und lenkte den Blick auf Lösungsvorschläge in anderen europäischen Ländern. Korte wünschte sich vom Land eine Stärkung der kommunalen Ebene, die Mietpreisbremse sowie Milieuschutz.

Für Publikumsfragen und -kommentare blieb am Ende keine Zeit mehr.

Weitere Informationen rund um die Wahl finden Sie außerdem auf unserer Special-Seite zur Landtagswahl in NRW 2022.

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