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Grevener Straße

Startschuss für Alpinzentrum und Kletterhalle

Münster

Strahlende Gesichter bei der münsterischen Sektion des Deutschen Alpenvereins: Nach den Strapazen der vergangenen Jahre ist nun der Spatenstich für die neue Heimat in Münster erfolgt. Es entsteht ein Alpinzentrum mit Kletterhalle.

Spatenstich für das neue Alpinzentrum an der Grevener Straße (v.l.): Foto: Simon Beckmann

Der Deutsche Alpenverein (DAV) Sektion Münster hat einen langen Atem gebraucht. Doch nun sind die Strapazen der vergangenen Jahre vergessen und der langgehegte Traum wird endlich wahr: Denn am Donnerstag fiel durch den symbolischen Spatenstich der Startschuss für den Bau des neuen Alpinzentrums, das auf dem alten Rasenplatz hinter dem ehemaligen DJK-Bildungs- und Sportzentrum nahe des Coburg-Freibades entstehen wird.

Die Markierungen für den Bau der Kletterhalle und des rund 300 Quadratmeter großen Anbaus, in dem zukünftig der DAV beheimatet sein wird, stehen bereits. Die Arbeiten beginnen in der nächsten Woche, die Bodenplatte soll noch in diesem Jahr fertig sein. Abgeschlossen sein soll das in der Vergangenheit mit rund fünf Millionen Euro bezifferte Projekt im Sommer 2023.

Standbein in Münster

Ganz zur Freude von Christoph Jöst, dem ersten Vorsitzenden der hiesigen Sektion des Alpenvereins: „Ein Standbein in den Alpen haben wir mit dem von uns betriebenen Westfalenhaus in Tirol schon. Nun bekommen wir das dringend benötigte Standbein auch in Münster.“ Oberbürgermeister Markus Lewe bezeichnete das geplante Alpinzentrum als eine „unglaubliche Bereicherung für den Sport in Münster“. „Ein Verein mit so vielen Mitgliedern in Münster und Umgebung muss auch hier in der Stadt beheimatet sein“, sagte er. Zumal die Aspekte Sicherheit und Prävention, Gemeinschaft und ein noch intensiveres Erleben von Natur durch die neue Beheimatung des DAV weiter gefördert werden würden.

Noch ist nicht viel von einer Kletterhalle zu erkennen. Die Arbeiten starten in der kommenden Woche. Foto: Simon Beckmann

Wolfgang Zalfen, Vorsitzender der DJK-Bildungs- und Sport-Stiftung, auf dessen Gelände das Alpinzentrum realisiert wird, erzählt, dass er froh über die Geduld und Ausdauer der münsterischen DAV-Sektion sei. Immerhin soll dort ein Zentrum entstehen, das dem Sport in Münster gut tue.

DAV mietet bei der „KletterBar“

Betrieben wird die zukünftige Kletterhalle im Übrigen von der „KletterBar“. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren in Offenbach, Hannover, Melsdorf bei Kiel und in Nürnberg Kletterhallen gebaut.

Der DAV mietet den Anbau von der „KletterBar“ und richtet dort seine Geschäftsstelle ein – mit genügend Platz für Sport, Ausbildung und Geselligkeit. „Für Veranstaltungen mussten wir bislang oft improvisieren. Das gehört bald glücklicherweise der Vergangenheit an“, berichtete DAV-Geschäftsführer Johannes Aufgebauer. Ergänzt wird die Kletterhalle zudem ganz im Sinne des Alpenvereins – etwa durch einen Klettersteig, einen Sturzsimulator oder „Münsters Nordwand“. An Letztgenannter soll eine „Drytooling-Anlage“ – an halbierten Baumstämmen kann der Einsatz von Steigeisen und Eisgeräten trainiert werden – installiert werden. Ebenso können an der „Nordwand“ Abseil- und Bergrettungsübungen durchgeführt werden.

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