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Energieberatung der Verbraucherzentrale zum Heizen

Klima schonen und sparen

Münster

Draußen Kälte und drinnen wohlige Wärme, weil man ja einfach die Heizung aufdrehen kann? Das war einmal. Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint (und das sollte man angesichts sich ändernder gesetzlicher Rahmenbedingungen), der muss sich schon Gedanken machen, wann er wie heizt. Und womit. Die Verbraucherzentrale hat dazu ein paar nützliche Tipps.

Karin Völker

Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale NRW machten bei ihrer Kampagnentour „Keine Zeit für falsche Entscheidungen“ in der Stadtbücherei Station: (v.l.) Thomas Weber, Sebastian Dröge und Ute Tinner. Foto:

Die Temperatur sinkt allmählich unter die Zehn-Grad-Marke, die Heizsaison hat unwiderruflich begonnen. Und wer seine altersschwache Heizung modernisieren will oder muss, wird jetzt empfindlich daran erinnert. Die Verbraucherzentrale NRW liefert Informationen, wie Hauseigentümer Geld sparen und dabei ihre CO-Bilanz verbessern können. Am Mittwoch machte ein Team der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW in der Stadtbücherei Station.

„Das von der Bundesregierung vorgelegte Klimapaket ist – noch – nicht in Gesetzesform gegossen“, bedauert Thomas Weber von der Verbraucherberatung. Mit Blick darauf könnten sich öffentliche Fördermaßnahmen demnächst ändern, stellt er in Aussicht. Aber auch mit den geltenden Regeln könnten Hauseigentümer jetzt die richtigen Weichen stellen. Dabei gelte das Motto „Keine Zeit für falsche Entscheidungen“, stellt Verbraucherberater Sebastian Dröge klar.

Wärmepumpe klimafreundlichste Heiztechnologie

Feststehen dürfte schon jetzt, dass Ölheizungen vollends auf dem Rückzug sind – und vielen, die jetzt ihre alte Ölheizung gegen ein neues Heizsystem tauschen wollen, empfehlen die Energieberater eine Holzpellets-Heizung. „Dort, wo bislang der Öltank untergebracht ist, können meist gut die Pellets gelagert werden“, so Thomas Weber. Der Anschaffungspreis einer neuen Pellets-Heizung liege ähnlich wie bei einer Gasheizung. Wer mit Pellets anstatt mit Öl heizt, verbessere seine CO-Bilanz um 90 Prozent und spare im Verbrauch beim derzeitigen Preisniveau etwa die Hälfte an Kosten.

Die energiesparendste und klimafreundlichste Heiztechnologie, momentan schon in zwei Drittel aller Neubauten angewandt, sei die Wärmepumpe, erklärt Weber. Eine Wärmepumpe ist zwar mit rund 20. 000 Euro um rund 25 Prozent teurer als eine Pellets- oder Gasheizung, lohne sich aber langfristig enorm. Die Pumpe produziere mit einer Kilowattstunde Strom die vierfache Menge an Wärme. Und: „Die CO-Bilanz liegt bei Null, wenn der Strom aus regenerativen Quellen kommt.“

Zum Thema

Die Energieberater der Verbraucherzentrale kommen zu Beratungen zum Preis von 60 Euro ins Haus. Termine können unter 0251- 20865305 vereinbart werden.

Aufgepasst beim Energie-Liefervertrag

Wer als Strom und Gaskunde sparen will, sollte seinen Liefervertrag prüfen, rät Verbraucherberaterin Ute Tinner. Viele Kunden seien in einem Grundversorgungsvertrag ihres Anbieters, der meist die schlechtesten Konditionen biete. Bei Preiserhöhungen haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. Wer seinen Vertrag kündigt und umsteigt, solle gründlich das Kleingedruckte studieren, rät Tinner.

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