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Sternsinger

Königskleider nicht von der Stange

Münster

Arbeit nach Maß: Die Sternsinger ziehen derzeit in festlicher Kleidung durch die Straßen von Münster. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die fleißige Helfer an den Nähmaschinen.

Gabriele Hillmoth

Petra Bröcker, Juliana und Diana Allermode sowie Sarah Kusgörd (v.l.) schneiderten für die Sternsinger in Heilig Kreuz zahlreiche goldene Unterkostüme. Foto: gh

Kaspar, Melchior und Balthasar – die Weisen aus dem Morgenland – ziehen derzeit in festlicher Kleidung durch die Straßen von Münster. Die Sternsinger kommen nicht Lumpen daher, sie tragen meistens aufwendig gearbeitete Kleider.

70 Kinder und Jugendliche schlüpfen dafür allein in der Gemeinde Heilig Kreuz am Samstagmorgen in ihre Sternsingerkostüme. Diese Königskleider sind aber nicht von der Stange zu kaufen, sondern Stück für Stück eine Maßanfertigung von zahlreichen Helfern.

Etliche Gewänder nähen

Damit die Könige passend für ihren Weg durch die Gemeinde angezogen sind, haben beispielsweise Petra Bröcker und ihr Team in den vergangenen Wochen etliche Gewänder genäht. Als ehemalige Fachlehrerin für textiles Gestalten ist Petra Bröcker natürlich fit an der Nähmaschine.

Über den Gemeindebrief suchte sie sich Verstärkung und fand diese bei Diana und Juliana Allermode sowie bei Sarah Kusgörd. Die drei Schülerinnen vom Schillergymnasium legten Sonderschichten an der Nähmaschine ein und bastelten mit Petra Bröcker an zahlreichen Untergewändern für die Könige.

Das Team kann sich zurücklehnen

Das jugendliche Trio bringt so manche Näherfahrung mit, freut sich Petra Bröcker. Beim letzten Treffen vor der Sternsingeraktion stichelte die Gruppe noch einmal an den goldenen Stoffen, die nicht so leicht zu verarbeiten sind, weil sie immer wieder unter der Nähnadel wegrutschen.

Wenn am heutigen Samstag die Mädchen und Jungen um 9.15 Uhr zum Sternsingertag im Pfarrzentrum Heilig Kreuz eintrudeln, dann ist die Stichelei beendet, dann kann sich Petra Bröcker mit ihrem Team zurücklehnen.

Kritisch betrachtet die Expertin aber noch ein letztes Mal die Gewänder. 25 Stück sind es insgesamt geworden. In Kreuz ist das Team auf eine wachsende Zahl von Sternsingern vorbereitet. Ihre Kronen suchen sich die Kinder selbst aus.

Ringe und Kronen begehrt

Hoch im Kurs stehen demnach vor allem die Ringe auf den Tüchern. Aber auch die goldenen Kronen sind – je nach Wetterlage – begehrt. Wenn es regnet, dann weichen diese schnell durch, und bei Kälte hilft eher ein Tuch auf dem Kopf, erzählen die Sternsingerprofis Diana und Sarah. In diesem Jahren wollen sie Gruppen begleiten.

Das Helferteam von Kreuz hat sich mittags auf rund 100 Gäste eingestellt, meint Pastoralreferent Daniel Drescher. Abends stellen sich die Könige in den prächtigen Gewändern zum Abschluss noch einmal um 18 Uhr in der Kreuzkirche vor.

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