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Rat entscheidet über Sanierungskonzept

Kreative Perspektiven für den Hoppengarten

Münster

Für das vor allem von der Freien Kunstszene genutzte Gebäude-Ensemble am Hoppengarten liegt jetzt ein Sanierungskonzept vor. Im Rat wird es am Dienstag vorgestellt.

Das ehemalige Heerdekolleg am Hoppengarten Foto: Oliver Werner

Das vor allem von der Freien Kunstszene Münsters genutzte Gebäude-Ensemble am Hoppengarten (ehemaliges Heerde-Kolleg) könnte zu einem auch architektonisch ansprechenden Schwerpunkt der münsterschen Kunst- und Kulturszene entwickelt werden. Ein entsprechendes Sanierungskonzept legt Stadträtin Cornelia Wilkens dem Rat der Stadt am Dienstag zur Entscheidung vor.

Wilkens dazu: „Die Stadt hat jetzt die Chance, aus dem zum Teil stark sanierungsbedürftigen Komplex am Hoppengarten einen auch über die Stadtgrenzen hinaus bedeutsamen Anker für nationale und internationale Kooperationen in der freien professionellen Kunstszene zu schaffen. Die vorbereitenden Planungen wurden gemeinsam mit allen Nutzenden des Hoppengartens entwickelt. Nicht nur für die Kunst- und Kulturszene in Münster wäre die Sanierung ein Gewinn. Sie ist auch eine Chance für die Stärkung unserer Stadt als Kulturstandort.“

Geschichte des Gebäudes

Das Grundstück sowie die Gebäude des Anfang der 60-er-Jahre von Harald Deilmann erbauten „Collegium Heerde“ wurden 1987 von der Heerde-Stiftung an die Stadt Münster verkauft, die dort zunächst Spätaussiedler und Geflüchtete untergebracht hatte. Danach wurden die Gebäude bis heute von bildenden wie darstellenden Künstlerinnen und Künstlern genutzt, die hier unter anderem auf Bühnen und in Ateliers Kunstwerke schaffen.

Die von der städtischen Tochter WBI erstellte Machbarkeitsstudie geht von Sanierungskosten in Höhe von rund zwölf Millionen Euro für die Bereitstellung und Sanierung von insgesamt sechs Gebäuden aus. „Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Kostenangabe vorläufig ist und auf dem aktuellen Kenntnisstand beruht“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Dem Vorschlag zufolge soll die vorhandene Nutzung erhalten, ausgebaut und mit neuen Funktionen für den Bereich der bildenden und darstellenden Kunst weiterentwickelt werden. Für die Errichtung einer neuen Kita auf dem Gelände bereitet die Verwaltung eine gesonderte Beschlussvorlage vor.

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