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Debatte im Sportausschuss

Kunstrasenplätze: Vergabe bleibt heikles Thema

Münster

Ein Kunstrasenplatz für Teutonia Coerde – gegen diesen Vorschlag gab es im Sportausschuss eigentlich keine Einwände. Doch der Weg dorthin sorgte für eine Kontroverse. Die entzündete sich an einem CDU-Antrag.

-da-

Die Frage, welcher Verein einen Kunstrasenplatz bekommt, bleibt nach wie vor ein heikles Thema, wie die jüngste Debatte im münsterischen Sportausschuss zeigte. Foto: eb

Ein gebranntes Kind scheut das Feuer, heißt es im Volksmund. Und so sorgte ein harmlos wirkender Antrag der CDU für Schwung im jüngsten Sportausschuss: CDU-Ratsfrau Jolanta Vogelberg schlug im Rahmen der Haushaltsberatungen nämlich vor, aus dem sogenannten Drei-Millionen-Euro-Sporttopf einen Kunstrasenplatz für den SV Teutonia Coerde zu finanzieren. Denn der Verein brauche einen solchen dringend, argumentierte Vogelberg. Ohne entsprechende Infrastruktur habe der Verein keine Entwicklungsmöglichkeit, so der weitere Hinweis.

Im Kern schien diese Meinung im Ausschuss mehrheitsfähig, doch das Vorgehen stieß auf energischen Widerspruch. Der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Michael Schmitz, verwies auf den eigens gegründeten Arbeitskreis Kunstrasen, der jedes Jahr erfolgreich ein Ranking festlege, welche Vereine einen neuen Platz bekommen. Ziel sei es, das Thema damit aus der politischen Debatte herauszuhalten. Denn schon einmal war das in der Vergangenheit schief gelaufen, als der FC Gievenbeck einen zweiten Kunstrasenplatz bekam und die Verwaltung für die eigentlich vorgesehenen Vereine keine Planungskapazitäten mehr hatte. „Wir müssen aufpassen, dass sich das nicht wiederholt“, warnte Ausschussvorsitzender Philipp Hagemann (SPD) seine CDU-Kollegin. ÖDP-Vertreter Michael Krapp warf Vogelberg gar einen „billigen politischen Effekt“ vor. Die Angegriffene wiederum betonte, ihr gehe es nur um einen überparteilichen Beschluss. Der fiel dem Vernehmen nach dann in nichtöffentlicher Sitzung – zugunsten von Coerde.

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