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Hoher Krankenstand bei den Beschäftigten

Lage in den Krankenhäusern „sehr angespannt“

Münster

Die Lage in den münsterischen Krankenhäusern ist sehr angespannt. Der Grund: Mehr Beschäftigte als sonst zu dieser Jahreszeit sind erkrankt. Die Notfallversorgung bleibt sichergestellt.

Teilweise werden wegen des hohen Krankenstandes in den münsterischen Krankenhäusern Eingriffe verschoben. Foto: dpa/Marcus Brandt

Die Luft in den münsterischen Krankenhäusern wird dünner: Aktuell fallen viele Beschäftigte krankheitsbedingt aus. Im Uniklinikum Münster (UKM) sind laut einer Sprecherin etwa 650 von insgesamt 11.500 Mitarbeitenden wegen einer Erkrankung nicht im Dienst. „Das ist vergleichbar mit den Zahlen aus dem Frühjahr, als viele Kliniken der Region durch Personalausfälle während der Corona-Welle stark belastet waren“, heißt es auf Nachfrage.

Die Summe von mehr als 600 sei etwa drei Mal so hoch wie in normalen Wintermonaten. Der hohe Krankenstand sowie der grundsätzlich bestehende Fachkräftemangel würden dazu beitragen, dass am UKM genau wie in nahezu allen anderen Krankenhäusern die Lage sehr angespannt sei, so die Sprecherin.

Zehn bis 15 Prozent fehlen

Im Clemenshospital, in der Raphaelsklinik und im EVK Münster – Alexianer Johannisstift sind rund zehn bis 15 Prozent der Beschäftigten erkrankt, teilt eine Sprecherin mit. Dabei sei der Krankenstand höher als zur gleichen Zeit in der Vergangenheit. Viele Beschäftigte seien aber nicht an Covid, sondern an Influenza oder Magen-Darm-Infekten erkrankt. „Grippale und Erkältungsinfekte sind die häufigsten Erkrankungen“, berichtet die Sprecherin.

Auch im Franziskus-Hospital gibt es nach Angaben einer Sprecherin einen hohen Krankenstand von sieben Prozent. Dieser liege etwas höher als im Vorjahr, und die betroffenen Mitarbeiter würden vorrangig an viralen Atemwegserkrankungen leiden.

„Sehr hoher“ Krankenstand

Im Herz-Jesu-Krankenhaus in Hiltrup fallen derzeit 20 Prozent der Mitarbeitenden aus, heißt es auf Nachfrage. Der Krankenstand sei „sehr hoch“ und damit deutlich höher als üblich. „Sonst liegt der Anteil arbeitsunfähiger Mitarbeitender zu dieser Zeit zwischen fünf und sieben Prozent“, berichtet eine Sprecherin. Corona spiele dabei eine Rolle, andere Viruserkrankungen wie Influenza und das Respiratorische Synzytial-Virus aber auch.

Als Maßnahmen wegen des hohen Krankenstandes werden in den Krankenhäusern etwa Eingriffe verschoben, die Bettenzahl reduziert oder Stationen und Fachbereiche zusammengelegt werden. Die Notfallversorgung sei (noch) sichergestellt, aber teilweise nur „mit großer Mühe“ aufrechtzuerhalten.

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