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Prozess gegen 24-Jährigen

Landgericht lehnt Unterbringung ab

Münster

Ein 24-Jähriger muss nicht dauerhaft in eine psychiatrische Einrichtung. Das hat das Landgericht am Freitag entschieden. Ihm war vorgeworfen worden, seine Lebensgefährtin bedroht zu haben.

-kal-

Foto: Jürgen Peperhowe

Ein 24-Jähriger, der seine frühere Lebensgefährtin bedroht haben soll, muss nicht dauerhaft in ein psychiatrisches Krankenhaus. Einen entsprechenden Antrag hat das Landgericht am Freitag abgelehnt. Außer Zweifel stehe, dass der Mann zwei ihm zur Last gelegte Taten im Zustand der Schuldunfähigkeit begangen habe. Der 24-Jährige leidet unter einer Schizophrenie. Zum Abschluss der Verhandlung betonte er, dass er die bereits begonnene psychiatrische Behandlung fortsetzen wolle. Schon jetzt gehe es ihm deutlich besser.

Die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus ist eine einschneidende Maßnahme, entsprechend hoch sind die Hürden für eine solche Entscheidung. Nach dem Bericht einer psychiatrischen Sachverständigen bestehe jedoch kein Risiko, dass der Mann in Zukunft gravierende Taten begehen werde. Er stelle damit keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Zudem, so stellte sich im Verlauf der Verhandlung heraus, habe der Mann seine Frau nicht bedroht. Vielmehr habe es sich um eine Nötigung gehandelt, so ein Gerichtssprecher gegenüber unserer Zeitung. So habe der Mann seine Partnerin nicht gewürgt, sondern sie lediglich im Halsbereich geschubst. Auch die Drohung, sie umzubringen, habe es wohl nicht gegeben.

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