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„Land und Genuss“ im Freilichtmuseum Mühlenhof

Landwirtschaft einmal hautnah erleben

Münster

Im Freilichtmuseum Mühlenhof drehte sich am Wochenende alles um die Landwirtschaft: Direktvermarkter aus der Region präsentieren auf der Messe „Land und Genuss“ eine bunte Vielfalt an Frischprodukten und informieren über die nachhaltige Herstellung.

„Zwartbles“ gelten als beste Schafe der Welt. Die niederländische Rasse wächst kräftig, gibt viel Milch und ist sehr zutraulich. Foto: hpe

„Man darf uns ruhig ansprechen, uns gibt es nicht nur in Gummistiefeln, und ohne uns hätten die Menschen kein Essen auf dem Tisch“, meint Landwirt Heinrich Markenfort aus Nordwalde. Auf der Einkaufs- und Erlebnismesse „Land und Genuss“ am Wochenende im Mühlenhof-Museum will er mit seinen Kollegen „in den Dialog mit dem Verbraucher kommen und Vorurteile auf beiden Seiten abbauen“, sagt er.

Für technikbegeisterte Jugendliche hat Markenfort einen Traktor-Fahrsimulator aufgebaut, Besucher können ihren Tastsinn testen und erraten, ob sie Getreide oder Kuhhaare in der „Blackbox“ in ihren Händen spüren. Am Modell wird ein Boxenhofstall vorgeführt, und wer mag, kann sich sein Melkdiplom erarbeiten.

Ein paar Meter weiter lädt die Landjugend zum virtuellen Stallrundgang – ganz ohne die üblichen Gerüche und Mist an den Schuhen. Gleich nebenan wirbt eine lokale Bierbrauerei für ihr helles Lagerbier. Zu haben ist es in einem Sechser-Träger, genannt „Männer-Handtasche“.

„Streichelzoo“ mit Nutztieren

Direktvermarkter aus der Region präsentieren auf der Messe, die zum zweiten Mal in Münster stattfindet, eine bunte Vielfalt an Frischprodukten und informieren über die nachhaltige Herstellung. Wer noch Platz in seinem Garten hat, nutzt die reichhaltige Auswahl an Blumenzwiebeln auf Tischen vor der historischen Bockwindmühle.

Natürlich gibt es auch wieder den „Streichelzoo“ mit Nutztieren vom Hof, besonders beliebt sind die zahmen Schafe. Wer mag, kann Gallowayrinder mit Möhren füttern oder ein paar Meter weiter im Zelt einen Rindfleisch-Burger vom inzwischen gegrillten Artgenossen verzehren.

Das Netzwerk Fokus Tierwohl ist informiert über Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration. Auf der Bühne geht es in Diskussionsrunden um aktuelle Probleme der Landwirtschaft, die eng mit den explodierenden Erzeugerpreisen zusammenhängen.

Nach dem verregneten Samstag freuten sich die Veranstalter über einen sonnigen Sonntag mit mehreren Tausend Besuchern.

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