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19. Auflage des „Schauraums“

Lässiger Auftakt auf rotem Teppich

Münster

Viele kommen aus Münster, so mancher von weit her: Die Eröffnung des „Schauraums“ bewies, dass das Kultur-Wochenende auch für Münsters Gastfreundschaft steht. Und für Vieles mehr.

Pjer Biederstädt

Der Rathausinnenhof wird wieder für drei Tage und Nächte zum „Roten Platz“. Viele Kunst- und Kulturfreunde kamen am Donnerstagnachmittag zur Eröffnung des „Schauraums“. Foto: Matthias Ahlke

Drei, zwei, eins – plötzlich steigen Tausende Seifenblasen in die Luft und schweben im Rathausinnenhof über dem roten Teppich und den weißen Sesseln, den Markenzeichen des „Schauraums“. Als Oberbürger­meister Markus Lewe am Donnerstagnachmittag per Countdown das Kulturwochenende eröffnet, erklärt er noch einmal, warum Münster auf Bläschen statt – wie früher – auf Ballons setzt.

Lewe begrüßt neue Münsteraner

„Wir verzichten der Umwelt zuliebe.“ Eine gute Idee. Finden zumindest Lara und Elia. Die beiden Kinder spielen vergnügt mit den Seifenblasen. Ihre Eltern sind von der Stadt zur Eröffnung ­eingeladen, weil sie im ­Anschluss vom Oberbürgermeister als Neubürger empfangen werden. „Dass ich gleich neue Münsteraner begrüßen darf, ist mir eine besondere Freude“, sagt Lewe. Die Familie aus dem Libanon lebt bereits seit 15 Jahren in Münster. Im vergangenen Oktober hat es mit der Einbürgerung geklappt.

Von nicht ganz so weit her und für nicht annähernd so lange sind Margarethe und Jakob Weidinger nach Münster gekommen. Das Ehepaar aus Breitenbrunn bei Nürnberg macht ein­einhalb Wochen Urlaub auf dem Campingplatz in Stapelskotten. „Die Touristen-Information hat uns vom Schauraum erzählt. Da haben wir gleich einen Rundgang und eine Bustour gebucht“, sagen sie, während im Hintergrund „Jazz Laundry“ musikalisch in die Veranstaltung einführen.

Ein gelungener Start

Direkt nebenan steht die zweidimensionale Nachbildung einer der Bronzen von „Sketch for a Fountain“ von Nicole Eisenman. Oberbürgermeister Lewe lobte das Engagement der Initiative „Dein Brunnen für Münster“, die Geld sammelt, um die Skulptur zurück in die Stadt zu holen.

Die Besucher auf dem gut gefüllten „Roten Platz“, der während der drei Tage und Nächte zentraler Treff- und Veranstaltungspunkt ist, genießen derweil kulinarische Feinheiten und lassen sich vom Grau am Himmel nicht abschrecken.

Für Fritz Schmücker vom Münster-Marketing schon mal ein guter Start: „So kann es bleiben. Ich wünsche mir einen entspannten und erlebnisreichen Schauraum – und dass die Leute sich von der Atmosphäre anstecken lassen.“

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