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Architektenwettbewerb zur York-Grundschule entschieden

Lernen in guter Atmosphäre

Münster-Gremmendorf

Auf dem Areal der York-Kaserne ist eine vierzügige Grundschule geplant. Nach einem Architektenwettbewerb steht nun fest, wie der künftige Lernort aussehen soll.

wn

Lernen und Arbeiten in guter pädagogischer und architektonischer Atmosphäre: Das soll in wenigen Jahren die neue Grundschule auf dem Gelände der York-Kaserne in Gremmendorf ermöglichen – hier eine Außenansicht des Siegerentwurfs. Foto: AG Scholz + Hehnpohl Architekten

Zwei Entwürfe für die geplante vierzügige Grundschule mit einer Zweifachsporthalle auf dem Areal der York-Kaserne in Gremmendorf haben es in die engste Auswahl geschafft.

Die Jury, in der sechs Sachpreisrichterinnen und -richter aus Politik und Verwaltung sowie neun Architektinnen und Architekten saßen, hat die ersten beiden Plätze an die Bietergemeinschaft Scholz Architekten aus Senden und hehnpohl architektur aus Münster (erster Preis) sowie das Büro sehw aus Berlin (zweiter Preis) vergeben, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Anerkennungen haben das Büro Schaltraum Dahle-Dirumdam-Heise aus Hamburg, die Bietergemeinschaft Fritzen + Müller-Giebeler aus Münster und Heiermann Architekten aus Köln sowie zusätzlich das Büro Weindel Architekten aus Waldbronn erhalten.

Zwölfstündige Preisgerichtssitzung

Pandemiebedingt haben „NRW-Urban“, das Beteiligungsunternehmen des Landes NRW, und die Stadt Münster die Preisgerichtssitzung als digitale Veranstaltung umorganisiert. „NRW-Urban“ organisiert die Baumaßnahmen auf den Kasernenflächen treuhänderisch für die Stadt Münster und wird dabei eng vom Amt für Immobilienmanagement begleitet.

Nach einer knapp zwölfstündigen Online-Preisgerichtssitzung zur York-Grundschule hatten die Jurymitglieder den ersten und zweiten Preis gewählt und verkündet, heißt es in der Pressemitteilung. Der Siegerentwurf füge sich gut in den städtebaulichen Kontext ein, die zweitplatzierte Idee stelle mit einem dreigeschossigen Gebäude historische Bezüge her, so die Preisrichter.

Ein dritter Preis wurde nicht vergeben, dafür gab es drei statt zwei Anerkennungen. „Grund hierfür war der deutliche Unterschied in der Gesamtqualität der beiden erstplatzierten Arbeiten im Vergleich zu den Anerkennungen“, heißt es.

Pädagogisches Lernen ermöglichen

Herausforderung der Wettbewerbsaufgabe sei es gewesen, ein Schulgebäude zu planen, das zukunftsweisendes pädagogisches Lernen und Arbeiten ermögliche und sich gleichzeitig städtebaulich in ein äußerst strenges, nicht sehr großes und unter Denkmalschutz stehendes Umfeld mit erhaltenswertem Baumbestand einfüge.

Darüber hinaus musste der Entwurf alle Anforderungen unter anderem an Baurecht, Brandschutz und Umweltschutz erfüllen. „Die beiden ersten Preisträger haben diese Herausforderungen mit Abstand am besten umgesetzt“, so das Preisgericht.

An der Stelle, an der die Schule gebaut werden soll, steht zurzeit noch das so genannte Gebäude 3, in dem das Gesundheitsamt die Corona-Scouts untergebracht hat. Der Rückbau ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen. Die Stadt Münster rechnet mit einer Bauzeit von knapp zwei Jahren, zuzüglich Planung, Ausschreibung und Vergabe. Läuft alles nachPlan, kann die York-Grundschule zum Schuljahr 2024/ 25 an den Start gehen.

Eine Online-Ausstellung der Entwürfe ist unter https://www.stadt-muenster.de/immobilien zu finden.

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