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Bürgermeister wehrt sich gegen Kritik der Grünen

Lewe: „Apotheken sind ein Stück Heimat“

Münster

Oberbürgermeister Markus Lewe setzt sich für den erhalt wohnortnaher Apotheken ein und warb auch beim Apothekertag für seine Position. Kritikern erteilte er eine Absage.

Stefan Werding

Oberbürgermeister Markus Lewe   Foto: Oliver Werner

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe hat während des Westfälisch-lippischen Apothekertags dafür geworben, in den Städten und auf dem Land „Orte menschlicher Wärme und des Austausches“ zu retten. Digital oder online könnten der unmittelbare Kontakt und ein Vertrauensverhältnis zwischen Menschen nicht geschaffen werden, sagte er am Wochenende. Vorwürfe, er würde durch seine Beteiligung an der Apotheker-Kampagne „Unverzichtbar“ eine Lobbygruppe unterstützen, bezeichnete er als „völligen Quatsch“. Apotheken seien ein Stück Heimat. Und: „Wehe, wenn man nicht darauf hinweist, dass man es zu schützen hat“, sagte er unter dem Beifall der Apotheker.

Präsidentin der Apothekerkammer lobt Lewe

Die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gabriele Overwiening, lobte Lewe, weil er „den Einsatz für die wohnortnahe Apotheke im Quartier verkörpert“. Wo die Menschen älter und kränker werden, gehöre die nächste Apotheke „in Pantoffelnähe“. Deswegen müssten die Apotheken als „niedrigschwellige Einrichtung im Gesundheitswesen“ stabilisiert werden. Das habe nicht nur die langjährige grüne Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens gebetsmühlenhaft gefordert. Auch die grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink sei noch vor wenigen Tagen zu dem Thema mit ihr einer Meinung gewesen. Deswegen bezeichnete es Overwiening als „schlechten Witz“, dass die Grünen aus Münster Lewes Beteiligung an der Kampagne kritisiert hatten.

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