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Magier aus Münster

Marc Gettmann zauberte schon für Naomi Campbell

Münster

Magier Marc Gettmann hat schon für viele große Stars gezaubert – darunter Model Naomi Campbell und Rod Stewart. In seiner neuen Heimat Münster hat Gettmann nun etwas ganz Besonderes vor.

Martin Kalitschke

Seit 17 Jahren arbeitet Marc Gettmann hauptberuflich als Zauberer. Der 46-Jährige hat seitdem rund um den Globus sein Publikum begeistert. Foto: privat

„Absolut unglaublich“, schwärmte Super-Model Naomi Campbell, nachdem sie eine Show von Marc Gettmann gesehen hatte. Auch Rod Stewart war von den Tricks des Zauberers aus Deutschland sichtlich angetan: „Ich glaube es einfach nicht“, staunte der Rock-Dinosaurier.

Seit 15 Jahren begeistert der 46-Jährige sein Publikum – im kleinen, exklusiven Kreis, auf Kreuzfahrtschiffen, in großen Hallen, im Fernsehen oder bei Events von Unternehmern wie der Deutschen Bank oder Microsoft. Geboren in Hameln und aufgewachsen in Köln, wohnt Marc Gettmann seit Kurzem in Münster. Hier will er seinen ganz großen Traum verwirklichen: einen „Magischen Salon“ eröffnen.

Schon als Kind war Marc Gettmann von der Zauberei begeistert. Foto: privat

Schon als Kind war Gettmann von der Zauberei begeistert. „Ich dachte, dass ich so die Mädchen beeindrucken kann. Leider hat das nicht funktioniert.“ Von der Zauberei hielt ihn das nicht ab. Als junger Mann war er bereits so gut, dass er sein Jura-Studium mit Zauber-Auftritten finanzieren konnte. Er schloss es ab, arbeitete ein halbes Jahr als Rechtsanwalt. „Für meinen Chef und für mich war allerdings schnell klar, dass das nichts für mich ist“, erinnert sich der 46-Jährige – und entschied sich 2002 für eine Karriere als Profi-Zauberer. Seitdem hat er nach eigenen Angaben mehr als 2500 Shows absolviert.

„Ich liebe es, Menschen zu begeistern und dafür zu sorgen, dass sie Spaß haben“, sagt Gettmann. Große Shows, in denen auf Knopfdruck exotische Tiere verschwinden, schaut er sich zwar gerne an – „doch mein Ding sind sie nicht, ich mag lieber Zauberei, bei der Fingerfertigkeit gefragt ist“.

Spricht‘s und legt ein Kartenspiel auf den Tisch. Gettmann bittet sein Gegenüber, sich eine Karte zu merken – und legt genau diese Karte wenige Sekunden später auf den Tisch. Auch Armbanduhren, Handys und Geldscheine lässt er in seinen Shows regelmäßig verschwinden und an den unmöglichsten Stellen wiedererscheinen.

An einer Hotelbar in Baden-Baden zauberte Marc Gettmann für Geraldine Chaplin. Foto: privat

Zauberei der alten Schule, die offenbar ankommt. „An einer Hotelbar in Baden-Baden traf ich Geraldine Chaplin“, erzählt Gettmann. „Nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich ein Zauberer bin, führte ich ihr ein paar Tricks vor. Sie war begeistert und sagte, dass das ihrem Vater Charlie Chaplin gefallen hätte.“ Gettmann bekommt Gänsehaut, als er die Geschichte erzählt. „Das war einer der tollsten Momente, die ich als Zauberer erlebt habe. Er hat mich bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war, diesen Beruf zu ergreifen.“

Marc Gettmann hat in den vergangenen 17 Jahren viel erlebt. In Österreich trat er vor einem Milliardär auf, „im Raum waren gerade mal 13 Personen sowie Sicherheitspersonal“, erinnert er sich. Seine größten Auftritte absolvierte er vor mehr als 3000 Zuschauern. Auch beim Deutschen Opernball und bei der Grimme-Preis-Verleihung verzauberte er das Publikum. Immer wieder ist er mit dem Kreuzfahrtschiff Aida unterwegs. Auf mehr als 25 Reisen habe er bereits seine Tricks gezeigt, im Februar wird bei einer Südostasien-Kreuzfahrt dabei sein.

Ein Projekt im kleineren Stil plant er nun in Münster, wo es ihn im vergangenen Jahr wegen der Liebe hinverschlagen hat. Wenn er gerade keine großen Auftritte hat, würde er hier gerne regelmäßig – vielleicht einmal im Monat – in einen „Magischen Salon“ einladen und dort vor 30, 40 Zuschauern sein Können zeigen.

„Ich mag es, ganz nah an meinem Publikum zu sein“, sagt Marc Gettmann, der gerade auf der Suche nach einem Ort für seinen Salon ist – um demnächst auch seine neue Heimat Münster zu verzaubern.

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