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Historienschauspiel des Stadtheimatbundes

Medicus und Hörbuch machen „Vivat Pax“ noch authentischer

Münster

Das Historienspiel „Vivat Pax“ wirkt jetzt noch spannender und kurzweiliger auf die Zuschauer. Der Stadtheimatbund hat sein Konzept aktualisiert und zukunftstauglich gemacht.

Von Helmut P. Etzkorn

Das Historienschauspiel „Vivat Pax“ am Samstag auf dem Platz des Westfälischen Friedens begeisterte die Zuschauer. Foto: hpe

Nicht die Herrschenden, sondern das Volk kommt zu Wort: Mit ihrem Historienspiel „Vivat Pax“ gelingt es dem Stadtheimatbund, den Westfälischen Friedensschluss von 1648 im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch in die Gegenwart zu überliefen.

Und während andere die Füße still hielten und auf das Ende der Pandemie hofften, haben die kreativen Macher um Regisseur Markus Kopf und Autor Hans-Peter Boer die Corona-Pause genutzt, um das eindrucksvolle Spektakel mit engagierten Laienschauspielern noch lebendiger wirken zu lassen und hörspieltauglich zu machen.

Bläserensemble und Akrobatikgruppe

Neu „erfunden“ wurde mit dem Leibmedicus Bernhard Rottendorff ein zeitgenössischer Darsteller, der den Zuschauern während des 70-minütigen Schauspiels die Zusammenhänge rund um Gesandte, Religion, Krieg und Entbehrungen erklärt. „Rottendorff schafft einen Übergang zwischen den Spielszenen und macht das Bühnenspektakel für die Zuschauer noch intensiver erlebbar“, so Stadtheimatpfleger Peter Kaenders.

Das Stück, an dem rund 30 Schauspieler, Chor- und Bläserensemble des Gymnasiums Paulinum und die Akrobatikgruppe des Unisports mitwirken, sei auf Weiterentwicklung und Veränderung angelegt. Die Schauspielszenen sind leicht modifiziert worden, man möchte so „Vivat Pax“ als „festen Bestandteil im lokalen Kulturleben verankern“.

In dieses Zukunftskonzept passt ein Hörbuch, entstanden in der auftrittsfreien Zeit mit der Niederdeutschen Bühne, um den visuellen Auftritt zu bereichern. „Alles wirkt nun spannender und noch kurzweiliger“, so Kaenders.

Viele Neue im Ensemble

Schauspielerin Christine Thamm, die seit den Anfängen von „Vivat Pax“ 2017 dabei ist, freut sich nicht nur über die vielen Neuen im Ensemble. „Live ist einfach nicht zu ersetzen und wir sind alle glücklich, endlich wieder gemeinsam auf der Bühne stehen zu dürfen.“

Das Publikum war am Samstag von beiden Aufführungen begeistert, auf den Holztribünen auf dem Platz des Westfälischen Friedens waren alle Plätze besetzt.

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