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Quote steigt im Dezember an

Mehr Arbeitslose trotz offener Stellen

Münster

Die Zahl der Arbeitslosen in Münster ist im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent. Allerdings gibt es auch mehr offene Stellen.

In Münster liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,6 Prozent. Foto: dpa (Symbolbild)

In der Stadt Münster waren im Dezember 2022 mehr Menschen arbeitslos als noch im November dieses Jahres. Mit 8138 Personen waren es 144 Personen mehr als zuletzt. Der Blick auf die Arbeitslosenquote zeigt einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. So liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,6 Prozent.

„Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten verzeichneten wir im vergangenen Monat eine gewisse Stagnation am Arbeitsmarkt“, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. „Für viele Unternehmen war es in den letzten Wochen schwierig abzuschätzen, wie sich die Energiekrise, Lieferketten oder das Konsumverhalten privater Verbraucher auf ihre Geschäftstätigkeit auswirken. Daher haben sich manche Arbeitgeber zurückhaltend verhalten, wenn es um die Einstellung neuer Mitarbeiter geht. Sie waren vielmehr vorrangig bestrebt, vorhandenes und gut eingearbeitetes Personal zu halten“, erläutert er.

1488 Menschen aus der Ukraine arbeitslos gemeldet

Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Arbeitslosigkeit spürbar. Gegenüber Dezember 2021 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 591 Personen. Die Arbeitslosenquote verschlechterte sich im Vorjahresvergleich um 0,3 Prozentpunkte. Ein Hauptgrund für die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist der Zuzug von Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind und nun hier auf der Suche nach einer Arbeitsstelle sind. So waren in der Stadt Münster im Dezember 1488 Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit arbeitslos gemeldet.

Insgesamt waren 2854 Ausländer arbeitslos gemeldet und damit 109 mehr als vor einem Monat. Der Anteil der Ausländer an allen Arbeitslosen betrug damit 35,1 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahr ist die Zahl der Arbeitslosen laut Mitteilung in dieser Gruppe um 703 Personen gestiegen. Mit 77 Prozent ist der Anteil der gering qualifizierten unter den Arbeitslosen mit einem ausländischen Pass vergleichsweise hoch.

Kaum Chancen ohne Aus- oder Weiterbildung

„Hier passen die Anforderungen der Arbeitgeber häufig nicht zu den Qualifikationen der Betroffenen“, erklärt Fahnemann. „Ohne eine Ausbildung oder Weiterbildung haben es diese Menschen am Arbeitsmarkt schwer“. Denn von den 3169 Stellenangeboten, die im Dezember bei der Arbeitsagentur gemeldet waren, richteten sich laut Pressemitteilung nur 530 an Helfer oder Geringqualifizierte.

„Die Personalverantwortlichen suchen vor allem Personal mit einer Berufs- oder Hochschulausbildung. Der hohe Fachkräftebedarf ist für die Unternehmen eine der größten Herausforderungen der Zukunft.“ Das spiegele sich in der aktuell wieder gestiegenen Nachfrage nach neuen Mitarbeitern, verdeutlicht Fahnemann. Die Personalverantwortlichen von Unternehmen und Verwaltungen meldeten 746 neue freie Stellen und damit 142 mehr als im Vormonat.

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