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Zoll zieht Jahresbilanz

Mehr als 40.000 Reisende am FMO kontrolliert

Münster

Das Hauptzollamt Münster hat seine Jahresbilanz veröffentlicht. Deutlich wird dabei, dass die Zöllnerinnen und Zöllner im Jahr 2021 viele Kontrollen durchgeführt haben. Das schlägt sich auch bei den Einnahmen nieder.

Auch im Jahr 2021 kontrollierten die Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Münster wieder zahlreiche Baustellen auf Schwarzarbeit, Mindestlohnverstöße und illegale Beschäftigung. Foto: Hauptzollamt Münster

1,99 Milliarden Euro hat das Hauptzollamt Münster nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr eingenommen. Zurückzuführen sei das – so wird es in der Bilanz für 2021 deutlich – auf eine hohe Kontrollquote bei Unternehmen mit illegalen Geschäftspraktiken. Auch die erfolgreiche Schmuggelbekämpfung und das Vorgehen gegen Sozialversicherungs- und Lohnbetrug tragen ihren Teil dazu bei.

Zusammen setzen sich die Einnahmen aus der Einfuhrumsatzsteuer, der Kfz-Steuer, der Verbrauchersteuer und Zöllen.

Die Energiesteuer war dabei erneut die mit Abstand einnahmenstärkste Verbrauchsteuer: Mit knapp 350 Millionen Euro in 2021 sind die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr (348,7 Millionen Euro) erneut leicht gestiegen. Auf Platz zwei steht weiterhin die Alkoholsteuer mit Einnahmen in Höhe von 321,5 Millionen Euro (Vorjahr: 308,4 Millionen Euro), gefolgt von der Kaffeesteuer mit 101,7 Millionen Euro (Vorjahr: 111,8 Millionen Euro).

Deutliche Steigerung gegenüber 2021

Zudem steigerten sich in fast allen Tätigkeitsbereichen der Kontrolleinheiten – zum einen an der niederländischen Grenze, zum anderen am Flughafen Münster/Osnabrück – die Ergebnisse in 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Hauptschwerpunkte waren die Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels, Steuerhinterziehungen auf Tabakprodukte sowie die unversteuerte Einfuhr von Goldschmuck.

An der deutschniederländischen Grenze kontrollierten die Zöllnerinnen und Zöllner im vergangenen Jahr insgesamt 12 477 Fahrzeuge, Busse und Züge (Vorjahr: 9300) sowie 17 620 Personen (Vorjahr: 12 300). Dabei wurden 50 Personen festgenommen und 1240 Strafverfahren eingeleitet.

Beschlagnahmt wurden unter anderem auch 35,5 Kilogramm Marihuana (Vorjahr: 12 Kilogramm) und viele weitere Drogen. Auch 31 Waffen und Waffenteile stellten die Zöllner sicher.

41.266 Reisende am FMO kontrolliert

Am FMO wurden vom Zoll 41.266 Reisende (Vorjahr: rund 11.300) und 68.645 Gepäckstücke (Vorjahr: 17.000) überprüft. Von den Beanstandungen führten 32 Fälle zu Strafverfahren (2020: 9).

Erneut fanden die Zollbeamten vor allem Zigaretten. Die Zahl wuchs auf 115.600 Stück (Vorjahr: 27.000). Auch auf Goldschmuck, unversteuerten Tabak oder Bekleidung sind die Zöllner gestoßen.

Astrid Scholz, die Leiterin des Hauptzollamtes Münster, war mit dem Ergebnis zufrieden. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter www.zoll.de.

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