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Polizei startet Präventionsprogramm

Mehr Sicherheit für Kinder

Münster

Passend zum Schulbeginn startet die Polizei ein Präventionsprogramm an Kitas und Grundschulen. Das Ziel: Die Kinder sollen sicher unterwegs sein und wieder wohlbehalten nach Hause kommen.

Verkehrssicherheitsberaterin Kerstin Hagemann erklärt am Dienstagmittag mit Unterstützung ihrer Handpuppe „Alfred“ den Kids der Kita St. Marien in Sprakel, warum das Anschnallen im Auto lebenswichtig sein kann. Foto: hpe

93 Kinder verunglückten 2021 auf Münsters Straßen, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Für die Polizei Grund genug, ihr neu gestaltetes Präventionsprojekt „Kinder verkehrssicher im Bezirk“ nun stadtweit an allen Kindergärten und Schulen anzubieten.

„Wir wollen zusammen mit Pädagogen und Eltern dafür sorgen, dass Kinder sicher unterwegs und gesund heim kommen“, so Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf am Dienstag bei der Projektvorstellung an der Kita St. Marien in Sprakel.

Quasi spielerisch sollen die Kleinsten und am wenigsten geschützten Verkehrsteilnehmer erfahren, warum sie frei nach dem Motto „Nicht rennen und nicht pennen“ an der Bordsteinkante immer stoppen und zunächst zwei Mal zu jeder Seite schauen müssen, ehe sie die Straße überqueren wollen.

Handpuppe „Alfred“ verstärkt die Polizei

An einer kleinen Holzrampe sitzt im Auto ein Plüschbär, der nicht angeschnallt ist. Bei der kurzen Fahrt auf ein Hindernis zeigt sich die fatale Wirkung, der Bär hat keinen Halt im Fahrzeug und schleudert heraus. Polizistin Kerstin Hagemann, die zur Verstärkung ihre Handpuppe „Alfred“ dabei hat, erklärt die Gefahren, verbunden mit der Botschaft: „Anschnallen nicht vergessen, auch auf kurzen Wegen.“

Damit „Kinder immer im Blick haben, was auf dem Schulweg passiert“ (Dorndorf), baut die Polizei einen Hindernisparcours direkt an der Schule auf, lässt die Kleinen beim Blick in einem verdunkelten Holzkasten das Gefühl von schlechter Sicht in der Dämmerung erahnen.

Vielen Kindern fehlt die Erfahrung

„Unsere Kolleginnen und Kollegen des Bezirksdienstes haben erkannt, dass es bei den Vorschulkindern wichtig ist, tiefer in die Verkehrserziehung einzusteigen“, so Dorndorf.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. In der Zeit der Pandemie waren Kinder viel daheim und hatten wenig Berührungspunkte mit dem Straßenverkehr. Die Übung in der Praxis fehlt. Dazu kommen bei vielen Kids motorische Einschränkungen, die ein schnelles Reagieren erschweren.

Kitas und Grundschulen sind nun aufgerufen, den Service der Polizei kostenfrei zu buchen.

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