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Land NRW stellt Förderung in Aussicht

Mehr Studenten-Wohnraum in Münster

Münster

Günstigen Wohnraum für Studierende vorzuhalten, ist nicht leicht. Deshalb berieten Vertreter der Stadt und zwei NRW-Ministerinnen über Landesförderungen. Einen dicken Scheck für ein anderes Projekt hatten sie schon im Gepäck.

Von Pjer Biederstädt

Wollen zusammen für günstigen Wohnraum für Studierende arbeiten (v.l.): Stadtbaurat Robin Denstorff, Stadtrat Matthias Peck, NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Stefan Wismann und Studierendenwerk-Geschäftsführer Dr. Christoph Holtwisch Foto: Pjer Biederstädt

Die Studierenden sind nach mehreren Semestern der Online-Lehre zurück in der Stadt und mit ihnen ihre Not, bei knappem Angebot eine bezahlbare Bleibe zu finden. Um bei diesem Problem Druck vom Kessel zu nehmen, berieten die NRW-Ministerinnen Ina Scharrenbach und Isabel Pfeiffer-Poensgen am Montag in den Räumlichkeiten der Wohn- und Stadtbau mit städtischen Akteuren über zukünftige Maßnahmen und Fördermöglichkeiten.

Günstigen Wohnraum für Studierende bereitzustellen, ist alles andere als leicht auf Münsters Wohnungsmarkt. Das Land NRW habe auf dieses Problem mit einer Erhöhung der Finanzierung der Studierendenwerke in NRW um elf Prozent sowie mit 77 Millionen Euro für Modernisierungen und sechs Millionen für die digitale Infrastruktur der Wohnheime reagiert, wie Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer­Poensgen betonte.

Förderung über 3,15 Millionen Euro

Münsters Umweltdezernent Peck sagte, dass die Unterstützung des Landes in Münster dringend benötigt werde, und bat die Ministerinnen, diese zu verstärken. „Machen wir!“, antwortete NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach. Was genau gemacht werden soll, war Gegenstand der anschließenden Gespräche.

Dr. Christoph Holtwisch, Geschäftsführer des Studierendenwerks, machte deutlich, dass die Neuentwicklung studentischen Wohnraums angesichts der Flächenknappheit und der Konkurrenz zur Privatwirtschaft für das Studierendenwerk Grenzen habe. Knapp zehn Prozent der 66.000 Studierenden wohnen in Einrichtungen des Studierendenwerks. Stefan Wismann, seit 1. April neuer Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, zeigte am Beispiel des geplanten Studentenwohnheims auf dem Oxford-Kasernengelände, dass das städtische Wohnunternehmen die Belange der Studierenden in den Blick nehme.

Neben der Beratung zu studentischem Wohnen war Scharrenbach außerdem wegen der Übergabe eines Förderbescheids über 3,15 Millionen Euro an die Wohn- und Stadtbau für die energetische Sanierung von 40 Reihenhäusern in Coerde nach Münster gekommen. Im Zuge dessen wurde die Wohnungsbaugesellschaft in die „Modernisierungsoffensive+“ des Landes aufgenommen.

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