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Demo für einen „Tarifvertrag Entlastung“

Mehrere Hundert UKM-Beschäftigte ziehen durch Münsters City

Münster

Für einen „Tarifvertrag Entlastung“ haben am Samstagnachmittag erneut mehrere Hundert Mitarbeiter des Universitäts-Klinikums Münster in der Innenstadt demonstriert.

Von Klaus Möllers

Mit zahlreichen Plakaten brachten die UKM-Mitarbeiter während der Demonstration ihren Unmut zum Ausdruck. Foto: Klaus Möllers

Vorab angemeldet waren 450 Personen. Der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof über den Bült, am Schloss vorbei zum Prinzipalmarkt war Teil des Streiks von Personal an allen sechs Universitäts-Kliniken in Nordrhein-Westfalen, der am 4. Mai begann. Am Samstag wurde in Münster und in Aachen von dortigen Mitarbeitern demonstriert, wie Lisa Schlagheck und Elisabeth Auge von dem Beschäftigten-Team in Münster für den Arbeitskampf erklärten.

Nach derzeitigem Stand habe Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann den Kliniken einen „Tarifvertrag Entlastung“ zugesagt, so Schlagheck auf Nachfrage. Auch habe am Freitag ein erster Verhandlungstermin zwischen den Krankenhausvorständen aller sechs Uni-Kliniken auf der einen sowie der Tarifkommission der Beschäftigten und der Gewerkschaft Verdi auf der andren Seite stattgefunden. „Es waren halb konstruktive Gespräche“, resümierte Schlagheck. Die Kliniken-Seite würde „wenige Termine“ und damit „wenige Gespräche“ anbieten. „Wir erwarten, dass die Arbeitgeber den Fortgang nicht verzögern“, sagte sie. Man wolle weiter streiken, bis der Vertrag unterschrieben sei.

Die Beschäftigten aus diversen Klinik-Bereichen erhoffen sich durch den Streik eine festgelegte Personalbemessung, weil in den vergangenen Jahren vielfach in Unterbesetzung gearbeitet worden sei. Ziele sind darüber hinaus ein Freizeitausgleich, wenn zu häufig unter Überlastungsumständen gearbeitet worden sei, sowie bessere Ausbildungsbedingungen, hieß es in Redebeiträgen der Demo.

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