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TedXSalon

Menschlichere Arbeitswelten

Münster

Der TedX-Salon entwickelte sich wieder einmal zu einem echten Mutmach-Abend. Schauplatz war diesmal das Poha-Haus im neuen Hansator am Hauptbahnhof.

Von Maria Conlan

Über 60 Interessierte kamen zum TedXSalon ins Poha-Haus. Er entwickelte sich zu einem echten Mutmach-Abend. Foto: Maria Conlan

„Einfach mal ausprobieren“ lautete ein Motto der jungen Unternehmerinnen, die über ihre Erfahrungen in der Arbeitswelt sprachen. Über 60 Interessierte kamen jetzt ins Poha-Haus zum TEDxSalon. Nach den Talks gab es Raum für Fragen, Gespräche, Inspirationen und Mutmach-Momente.

Lena Eickers vom Poha-Haus stellte zu Beginn den Ort vor. Seit April gibt es diesen „Place of Happiness“ (Poha) am Hauptbahnhof mit 313 Appartements und Bewohnern aus 35 Nationen. Im Gemeinschaftsraum fanden die Talks statt, in der Gemeinschaftsküche gab es ein orientalisches Buffet, die Dachterrasse war begehrt als Pausenraum.

Mehr Influencer-Gene im Arbeitsalltag

Den ersten Talk hielt Dr. Miriam Sasse, Maschinenbauerin, Dozentin, Buchautorin und Coach. Für sie gehören Einladungen der Mitarbeiterschaft zu den Führungsqualitäten. Wirklich zu etwas eingeladen zu sein, bedeute Wertschätzung. Mehr Influencer-Gene im Arbeitsalltag wünschte sie sich.

Alena Meier-Gogsch sprach über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie schlug Führungspositionen im Teilzeit-Modell vor. Sie berät Unternehmen und vermittelt Mütter als hoch qualifizierte Kräfte. Führungspositionen funktionieren für sie auch im Job-Sharing. Homeoffice, flexible Arbeitszeitmodelle, hybrides Arbeiten sind ihre Zielvorstellungen: „Nicht auf die Zeiten gucken, sondern auf Ergebnisse“, empfahl sie. „Es braucht Vorbilder“, ist Meyer-Gogsch überzeigt: „Seid selbstbewusst, seid Vorbilder für die Gesellschaft und eure Töchter“, gab sie dem Publikum mit.

Wunsch nach humaneren Arbeitsbedingungen

Sina Kämmerling sprach über ihren harten Weg mit einem Start-up-Unternehmen. Sie sei hochmotiviert: „Wenn wir immer dahin gehen, wo andere uns erwarten, verändert sich nichts. Menschen interessieren mich mehr als Maschinen.“ Sie wünschte sich humanere Arbeitsbedingungen und weniger Bürokratie.

Dr. Wiebke Borgers und Martin Mall moderierten unterhaltsam den Abend. In der zweiten Hälfte brachten sie Publikum und Talkerinnen in einen regen Austausch. Die junge Medizinstudentin wünschte sich Job-Sharing und mehr Teilzeitarztstellen in Führungspositionen. Ihr wurde Mut zugesprochen, auch wenn sie hier Pionierarbeit leistete. Unterstützt wurde sie von einem Zuhörer, der mit Krankenhausträgern beruflich zu tun hat und sie am liebsten zu einem aufrüttelnden Gespräch bei seinen Klienten einladen. Mut zur Veränderung und Glaube an sich selbst, vertrat auch Kämmerling als Devise. Meyer-Gogsch hob hervor, dass langer Atem notwendig sei und kollegialer Gesprächsaustausch.

Nächster Salon Ende November

Der nächste TEDxSalon ist für Ende November angedacht, alles sei nur möglich durch das ehrenamtlich engagierte, hoch motivierte TEDx Team, das sich wünschen würde, durch weitere Interessenten vergrößert zu werden. Jeder könne mitmischen und seine Talente einbringen. Das Ergebnis seien hoch inspirierende TEDx-Events.

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