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Bundestagswahl 2021 in Münster

Knapp 2800 Freiwillige helfen bei der Wahl

Münster

Am Sonntag ist in Münster wieder das Ehrenamt gefragt. Knapp 2800 Wahlhelferinnen und -helfer tun in den Wahllokalen Dienst für die Demokratie – für eine vergleichsweise sehr geringe Entschädigung. Andere Städte zahlen ihren Wahlhelfern deutlich mehr.

Von Karin Völker

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz. Foto: Matthias Ahlke (Archivbild)

Exakt 2767 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer werden am Sonntag für den Einsatz in 189 Wahllokalen und die Auszählung der 98 Briefwahlbezirke gebraucht. Schon Anfang August frohlockte die Stadt in einer Pressemitteilung über die hohe Zahl von 1780 Freiwilligen, die sich zum ehrenamtlichen Dienst für die Demokratie gemeldet hatten – viel mehr als bei früheren Wahlen, wie es hieß. Ganz ohne eine Anerkennung verbringen die Freiwilligen nicht einen freien Sonntag im Wahllokal. In Münster erhalten sie mindestens 30, als Wahlvorsteher 35 Euro an Aufwandsentschädigung.

Das sogenannte „Erfrischungsgeld“ ist aber in Münster, verglichen mit fast allen größeren deutschen Städten, äußerst knapp bemessen. Eine statistische Auswertung der offiziellen kommunalen Seiten der 40 größten Städte durch das Internet-Portal „Taledo“ ergab vor der Bundestagswahl, dass Münster bei der Belohnung ihrer Wahlhelfer die zweitknauserigste Stadt bundesweit ist. Nur in Halle an der Saale gibt es mit 29 Euro noch etwas weniger Erfrischungsgeld.

Gelsenkirchen zahlt 70, Bielefeld sogar bis zu 100 Euro

Wer sich in Köln etwa den Sonntag im Wahllokal um die Ohren schlägt, erhält bis zu 120 Euro, in Stuttgart sogar 132 Euro. Selbst in Kommunen, die als wenig wohlhabend gelten, wie etwa Gelsenkirchen, erhalten die Freiwilligen mit 70 Euro doppelt so viel an Aufwandsentschädigung. Im benachbarten Bielefeld erhalten Wahlvorstände 100, Beisitzer 80 Euro. In Münster aber steht allem Anschein nach das Ehrenamt hoch im Kurs – und es arbeiten viele Menschen in hier angesiedelten Behörden, die bevorzugt gebeten werden. Mickriges Erfrischungsgeld hin oder her – „der Pool an Freiwilligen ist aktuell gut gefüllt“, hieß es vor wenigen Tagen in einer Stellungnahme der Stadt. Morgen ist ihr großer Tag – ab 7.30 Uhr wird in den Wahllokalen aufgebaut.

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