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Serie zur Sonderausstellung „Macke“

Mit dem Auge für den Seitenblick

Münster

Nach längerer Zeit zeigt das Landesmuseum Münster mal wieder den beliebten August Macke. Diesmal werfen die Kuratorinnen einen Blick auf die Frauen.

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August Macke malte 1906 diesen Porträt seiner jüngsten Schwester Ottilie Macke. Foto: LWL Museum für Kunst und Kultur

Der Maler zählt zu den beliebtesten im Landesmuseum. Im Vorfeld der nächsten Sonderausstellung „August und Elisabeth Macke. Der Maler und die Managerin“, die vom 28. Mai bis 5. September im Museum für Kunst und Kultur zu sehen sein wird, stellen die Freunde des Landesmuseums eine Handvoll Werke vor – heute: die Zeichnung „Ottilie Macke“.

Einen kurzen Seitenblick fängt August Macke (1887–1914) in dieser Zeichnung, von seiner jüngsten Schwester Ottilie Macke (1875–1938), ein. Als eines seiner ersten Modelle taucht sie besonders im Frühwerk Mackes häufig auf. Er befasst sich insbesondere mit den Gesichtszügen, die er detailliert ausformuliert. Der Einsatz von Rötel und Kohle zugleich verstärkt die Tiefenwirkung im Bild. Die Zeichnung hält den kurzen Moment, des raschen Blicks zur Seite, ohne dabei den Kopf zu drehen, fest.

Die Skizzen Mackes bezeugen einerseits sein besonderes Interesse an seinem persönlichen Umfeld. Er zeichnet jedoch nicht nur seine Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Auch das alltägliche Leben im öffentlichen Raum hält Macke in seinen zahlreichen Skizzen fest – insbesondere Szenen mit flanierenden Menschen in der Stadt.

Diese Zeichnung stammt aus dem Familiennachlass Ottilie Mackes und wurde 2006 mit der Unterstützung der Freunde des Museums erworben.

August Macke gehört zu den berühmtesten deutschen Expressionisten. In seiner recht kurzen Schaffenszeit schuf er eine große Bandbreite an Kunstwerken, Skizzen und Zeichnungen. Immer unterstützend an seiner Seite war Elisabeth Macke, seine Ehefrau (1888-1978). „August und Elisabeth Macke. Der Künstler und die Managerin“ – In seiner aktuellen Sonderausstellung zeigt das LWL-Museum für Kunst und Kultur das Wirken Elisabeth Mackes, ihre Netzwerke und ihre Bedeutung anhand von Werken des Künstlers, die aus der umfangreichen Macke-Sammlung des Museums stammen und durch einzelne Leihgaben ergänzt werden.

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