90 Jahre Heizungs- und Sanitärbetrieb Heilenkötter

„Mobile Monteure“ und 3D-Bäder

Münster

Die Digitalisierung schreitet auch im Handwerk voran und setzt neue Qualitätsstandards. Das Heizungs- und Sanitärunternehmen Heilenkötter, das jetzt seit 90-jähriges Bestehen feiert, zeigt beispielhaft, wohin die Reise in dieser Branche geht.

Von Karin Höller

Vieles läuft digital: ein Kundendiensttechniker bei der Wartung einer Wärmepumpe und Datenabgleich über sein Tablet. Foto: Heilenkötter Foto: Heilenkötter

Bäder, die Wohlfühloasen mit vielen technischen Raffinessen gleichen, und Heizungen, die regenerative Energie nutzen und höchste Effizienzklassen erreichen: Der Heizungs- und Sanitärbereich spiegelt den rasanten technischen Wandel im Handwerk. Einen Wandel, den das Unternehmen Heilenkötter über die Jahrzehnte offensichtlich mit großem Erfolg gestaltet hat. Im kommenden Monat feiert das Unternehmen sein 90-jähriges Bestehen.

Die vierte Generation steht bereits in den Startlöchern. In absehbarer Zeit soll Sohn Max Fingerhut die Geschäftsführung übernehmen, kündigt Inhaber Thomas Fingerhut und langjähriger ehemaliger Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Münster an.

Alles dreht sich um Energieeffizienz

Die beiden Diplom-Ingenieure für Energie- und Gebäudetechnik arbeiten in dem Betrieb, der bereits seit 1937 seinen Firmensitz an der Steinfurter Straße hat, bereits jetzt Hand in Hand. Der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers, Klempner- und Installateurmeister Georg Heilenkötter, gründete die Firma 1931 zunächst an der Magdalenenstraße.

Das Tätigkeitsfeld hat sich seitdem stetig erweitert. Heute bietet der Familienbetrieb mit 21 Mitarbeitern neben dem Kundendienst mit Reparatur und Wartung von Heizungs-, Trinkwasser- und Lüftungsanlagen die Sanierung und den Neubau individuell konzipierter Bäder und die Installation moderner energieeffizienter Heizungssysteme. „Auch die Sanierung von gesamten Gebäuden unter Einbindung aller Gewerke zählen zu unseren Stärken“, betont Thomas Fingerhut.

Im Lager am Firmensitz an der Steinfurter Straße: die Inhaber des Bad- und Heizungsunternehmens Heilenkötter, Thomas und Max Fingerhut (r.) Foto: Heilenkötter

Mit der Installation energieeffizienter Heizungssysteme werde übrigens rund die Hälfte des Umsatzes generiert. Fingerhut denkt dabei beispielsweise an Hybridanlagen, bei denen Gas und Solarenergie oder Gas und eine Wärmepumpe kombiniert werden.

Hightech auch bei der Badkonzeption. Fingerhut: „Über einen 3D-Badplaner werden gemeinsam mit den Kunden individuelle Lösungen entwickelt.“

Monteure mit Tablets unterwegs

Informationstechnologie ist längst fester Bestandteil des Heizungs- und Sanitärspezialisten. Stichwort: „mobiler Monteur“. Will heißen, dass die Monteure bei Kundenterminen über Tablets mit der Unternehmenszentrale verbunden sind und so in Sekundenschnelle sehen, wann beispielsweise die letzte Heizungswartung stattgefunden hat oder wann ein notwendiges Ersatzteil geliefert werden kann. Ein weiterer Vorteil der Digitalisierung ist laut Fingerhut, „dass in den letzten Jahren ein automatisches Lagersystem aufgebaut wurde. Über 1500 Standardartikel stehen dadurch immer in ausreichender Zahl zur Verfügung“.

Auch in Sachen Nachwuchswerbung für eine Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/in für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik gehe es nicht mehr ohne moderne Technik. „Wir sind auch auf Facebook

und Instagram präsent“, berichtet Thomas Fingerhut, der seit 2005 zudem als öffentlich bestellter Sachverständiger für Sanitär- und Heizungstechnik arbeitet. Besonders stolz ist Thomas Fingerhut auf die Mitgliedschaft im bundesweiten Qualitätszirkel „bad & heizung“, dem nur rund 100 Unternehmen der Branche angehören. Fingerhut: „Ziel ist es, noch höhere Standards im Bereich Heizung und Sanitär zu setzen.“

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