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Alternative zum Send

Freizeitpark auf Zeit kommt wieder auf den Schlossplatz

Münster

Autoscooter, Riesenrad und Zuckerwatte: Der Sommersend in Münster darf bekanntlich nicht stattfinden. Das verbietet die Coronaschutzverordnung. Doch für Ersatz auf dem Schlossplatz ist gesorgt.

Von Dirk Anger

Ein Riesenrad wie 2020 soll es auch bei der Neuauflage des temporären Freizeitparks auf dem Schlossplatz geben. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr soll es in diesem Sommer eine Wiederholung geben: Der Schaustellerverband Münsterland will vom 31. Juli bis zum 15. August erneut einen temporären Freizeitpark auf die Beine stellen.

Weil die Coronaschutzverordnung keinen Sommersend zulässt, haben sich die Schausteller dazu entschlossen, wieder ins Risiko zu gehen. Denn anders als der Send, den die Stadt Münster als eigene Veranstaltung organisiert, ist der Pop-up-Freizeitpark auf dem Schlossplatz eine privat durchgeführte Sache.

Maximal 3500 Besucher zur gleichen Zeit

Beflügelt vom letztjährigen Erfolg und von der Unterstützung durch die Stadt Münster haben sich die Schausteller nach den Worten von Arno Heitmann entschieden, den Freizeitpark auf Zeit auch in diesem Jahr durchzuführen – „aufgebaut wie ein Send“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Schaustellerverbandes Münsterland.

Allerdings gibt es einen gravierenden Unterschied: Wegen der Begrenzung auf gleichzeitig maximal 3500 Besucher wird der Schlossplatz komplett eingezäunt. Auf der zentralen Achse befinden sich Ein- und Ausgang. Der Eintritt kostet einen Euro. Heitmann spricht vom „Hygiene-Euro“. denn der Aufwand für Desinfizierspender und Hygienekonzept ist angesichts der Corona-Pandemie hoch.

Knapp 100.000 Besucher im vergangenen Jahr

Weil wegen des Virus weniger Besucher zugelassen sind, ist die Zahl der Anbieter in einzelnen Sparten geringer: „Auf dem Send gibt es 25 Stände, die Mandeln verkaufen, jetzt nur sieben“, berichtet Heitmann. Allerdings bleibt das Angebot der rund 75 teilnehmenden Schaustellerbetriebe breit gefächert, wie man es auch sonst von den Sendveranstaltungen kennt: So sind unter den Lauf- und Fahrgeschäften etwa Riesenrad, Geisterbahn und Musikexpress vertreten.

2020 zählten die Veranstalter nach Heitmanns Worten knapp 100 000 Besucher. An den 16 Tagen in diesem Jahr hoffen die Veranstalter erneut auf großen Zuspruch. Mit dem Termin in den Ferien, aber nach der Fußball-Europameisterschaft zeigt man sich sehr zufrieden.

Maskenpflicht nur in Anstellbereichen

Gleiches gilt für die Stadt Münster. Man freue sich, der Stadtgesellschaft eine attraktive Alternative zum Sommersend anbieten zu können, sagt Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel. Möglicherweise im Herbst könne es wieder einen regulären Send geben.

Besucher des Freizeitparks müssen beim Betreten den Nachweis mitbringen, der sie als geimpft, getestet oder genesen ausweist. Auf dem Gelände selbst herrscht grundsätzlich keine Maskenpflicht. Diese gilt laut Heitmann nur in den Anstellbereichen. Unter der Woche öffnet der Freizeitpark von 14 bis 22 Uhr, samstags von 14 bis 24 Uhr, und sonntags beginnt der Trubel bereits um 12 Uhr.

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