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Die Taucherstaffel der Feuerwehr

Hellwach bei Notfällen unter Wasser

Münster

Feuerwehrleute führen grundsätzlich ein nicht ungefährliches Berufsleben. Und wenn sie sich dann noch zu Tauchern fortbilden, ist eines gewiss: Diese Menschen haben starke Nerven. Und die brauchen sie auch.

Annegret Schwegmann

Im Übungstauchbecken gewöhnen sich die Taucher an die Arbeit unter Wasser.In der Praxis werden sich die Taucher an andere Wasser­tiefen gewöhnen. Foto: Gunnar A. Pier

Lothar hat zweifellos den angenehmsten Job in der Taucherstaffel der Feuerwehr Münster. Er hält sich meistens nur an zwei unterschiedlichen Orten auf – in fünf Metern Beckentiefe oder auf einem Stuhl am Rand des Übungsbeckens. Dort fallen seine Arme schlaff und matt am Oberkörper herab. Und von seinen Füßen, die in Sicherheitsschuhen stecken, quillt Wasser, das sich träge in Pfützen auf den Fliesen ergießt. Ohne ihn geht es trotzdem nicht. Seit Wochen wird Lothar, das knapp 80 Kilo schwere Dummy, täglich von vier Männern geborgen. Und die absolvieren derzeit die schwierigste Zusatzausbildung, die Feuerwehrleute in ihrer Karriere durchlaufen können – die Qualifikation zu Tauchern in der zweitgrößten Staffel der Berufsfeuerwehren in Nordrhein-Westfalen.

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