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Neuer Forschungsbau

Münster bekommt ein Zentrum für Mathematik

Münster

Die Universität Münster bekommt ein neues Forschungszentrum. Am Orléans-Ring soll bis 2025 das "Centre of Mathematics" entstehen. Finanzielle Unterstützung haben jetzt der Bund und das Land NRW angekündigt.

 

Diese Visualisierung gibt einen ersten Eindruck von dem Gebäude, das in der Nähe des Coesfelder Kreuzes entstehen soll. Foto: BLB NRW, Niederlassung Münster

Die Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mit ihrem innovativen Konzept für den Forschungsbau „Centre of Mathematics Münster“ (CMM) überzeugt. Nachdem der Wissenschaftsrat im April die Förderung empfohlen hatte, steht nach einem GWK-Beschluss nunmehr fest: Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Vorhaben mit rund 31 Millionen Euro. Das hat die Uni am Donnerstag mitgeteilt. Neben der WWU erhalten sieben weitere Hochschulen und eine Leibniz-Einrichtung neue Forschungsbauten.

Das rund 3500 Quadratmeter Meter große CMM wird laut Mitteilung der WWU auf einer unbebauten Fläche am Orléans-Ring in der Nähe des Coesfelder Kreuzes entstehen. Derzeit läuft die Ausschreibungsphase, ab Frühjahr 2022 wird das Baufeld vorbereitet, im Laufe des Jahres 2025 soll der Forschungsbau bezugsfertig sein. Bauherr des Projekts ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW).

Zusammenarbeit der mathematischen Gebiete fördern

"Im Mittelpunkt des Konzepts, das dem CMM zugrunde liegt, steht die Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus den unterschiedlichen mathematischen Teilgebieten", heißt es in der Mitteilung der Uni. Die Forschungsprogrammatik, die von 37 Forschungsgruppen und zehn Nachwuchsgruppen aus vier Instituten getragen wird, habe zum Ziel, übergreifende Zugänge und Techniken zur Lösung zentraler mathematischer Probleme zu entwickeln, die wiederum eine wichtige Grundlage für Anwendungen zum Beispiel in der Medizin, Biologie oder Physik sein können. Das neue Forschungszentrum soll zudem die internationale Sichtbarkeit des Mathematik-Standorts Münster erhöhen und exzellente wissenschaftliche Nachwuchskräfte aus der ganzen Welt anziehen.

Informationen zum Gebäude

Parallel zum Forschungsbau plant die WWU, nach und nach die Gebäude des Fachbereichs Mathematik und Informatik durch neue zu ersetzen. Das CMM mit seiner auffälligen, kristallinen Metallfassade soll das Eingangsgebäude und das architektonische Highlight des neuen Mathe-Campus am Coesfelder Kreuz werden.

In den vergangenen Jahren punktete die WWU mit einer Reihe neuer Forschungsgebäude: beispielsweise mit dem „Medizinischen Forschungscentrum“ (MedForCe), dem „Body & Brain Institut Münster“ (BBIM), die sich beide aktuell im Bau befinden, dem bereits weit vorangeschrittenen "Multiscale Imaging Centre" (MIC) sowie dem 2018 fertiggestellten „Center for Soft Nanoscience“ (SoN).

„Der Neubau für die Mathematik setzt den Erfolg für eine exzellente Forschungsinfrastruktur an der WWU fort. Wir freuen uns, dass mit diesem Leuchtturm-Projekt die Forschung in der Mathematik auf ein neues Level gehoben wird“, betont Forschungs-Prorektorin Prof. Dr. Monika Stoll.

Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen

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