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Bevölkerungsprognose

Münster wächst auf fast 335.000 Einwohner

Münster

Schon seit Jahren wächst Münster weiter. Eine neue Bevölkerungsprognose sagt bis 2030 jetzt weiteres Bevölkerungswachstum voraus. Dann könnten in Münster fast 335.000 Menschen leben.

 

Laut einer aktuellen Bevölkerungsprognose wird Münster bis 2030 weiter wachsen.  Foto: Presseamt Münster / Bernhard Fischer

Bis 2030 wird für die Stadt Münster ein Bevölkerungszuwachs von 7,2 Prozent prognostiziert. Den Ergebnissen der "Kleinräumigen Bevölkerungsprognose" folgend, die das Stadtplanungsamt in diesen Tagen den politischen Gremien vorstellt, wird Münster Ende 2030 voraussichtlich 334.774 Einwohnerinnen und Einwohner haben. Das bedeutet laut einer städtischen Pressemitteilung einen Bevölkerungszuwachs von rund 22.600 Personen zum Ausgangsjahr 2019.

Die "Kleinräumige Bevölkerungsprognose" betrachtet den Zeitraum vom 31. Dezember 2019 bis zum 31. Dezember 2030. "Sie prognostiziert die Bevölkerungsentwicklung sowohl für die einzelnen Altersgruppen als auch für die verschiedenen Stadtteile", teilt die Stadt mit. Damit sei die kleinräumige Prognose eine wichtige Grundlage für die künftige Infrastrukturplanung, insbesondere für die Schulentwicklungsplanung und für die Abschätzung der Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen wie auch für die Pflege- und Altenhilfeplanung.

Wachstum vor allem bei jungen Altersgruppen

Entsprechend den Ergebnissen der Prognose ist bis 2030 mit einer Zunahme in den Altersgruppen unter drei Jahren (+ 8,5 Prozent) und drei bis unter sechs Jahren (+ 9,2 Prozent) zu rechnen. Ein starkes Anwachsen zeigt sich auch für die Altersgruppen sechs bis unter zehn Jahren (+ 15,7 Prozent) und zehn bis unter 16 Jahren (+ 16,3 %). Für die Bevölkerung 65 bis unter 80 Jahre wird ein Anstieg von 33,6 Prozent und der über 80-Jährigen von 9,9 Prozent vorausberechnet.

Die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung zeigt einen starken Anstieg besonders bei den jungen wie den alten Einwohnerinnen und Einwohnern Münsters. Foto: Grafik: Stadt Münster

Die Prognose macht nach Angaben der Stadt deutlich, dass auch in Münster allmählich ein Wandel in der Altersstruktur eintritt, der bei den laufenden Planungen zu berücksichtigen ist. Neben der altersgruppenspezifischen Betrachtung sind die Ergebnisse auch kleinräumig auf der Ebene der Stadtteile aufbereitet und damit auch ein Spiegelbild der geplanten und umgesetzten Bautätigkeit.

Gremmendorf-West und Gievenbeck wachsen besonders

So spiegelt die kleinräumige Bevölkerungsprognose besonders in Gremmendorf-West mit einem Plus von 4611 Einwohnerinnen und Einwohnern und in Gievenbeck mit einem Wachstum von 2484 Personen die Konversionsentwicklungen in den ehemaligen Kasernen York und Oxford.

"Ganz besonders wichtig für die Interpretation der Ergebnisse ist die Tatsache, dass der Prognose das "Wenn-dann-Prinzip" zugrunde liegt", heißt es in der Mitteilung der Stadt. Das heißt, nur wenn alle Annahmen eintreten, entwickelt sich die Bevölkerung wie errechnet. Mit der mittlerweile 16. Fortschreibung der "Kleinräumigen Bevölkerungsprognose" wird die bisherige Prognose "2015 bis 2025" als Grundlage für die mittelfristige Infrastruktur- und Investitionsplanung abgelöst.

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