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„Die Lieferanten“

Musikalischer Lieferdienst aus Münster

Münster

Seit einem Jahr sind die vier Studenten als „Die Lieferanten“ zusammen unterwegs. Sie liefern Indie-Pop – und spielten seit ihrer Gründung schon 25 Konzerte.

Anna Spliethoff

„Die Lieferanten“ sind (v.l.) Lukas Lischeid, Jonas Terwolbeck, Moritz Linnhoff und Aaron Falk. Musik ist für sie „Eine Frage der Begeisterung“ – so heißt ihre erste EP, die sie jetzt im Gleis 22 vorstellen. Foto: Aline Klieber

Sie selbst verstehen sich als „Dienstleister für Musik“. Vor knapp über einem Jahr haben vier Studenten aus Münster eine Band gegründet. Sie nennen sich „Die Lieferanten“. Und gleich im ersten Jahr gab es nicht nur die erste EP (Mini-Album), sondern auch schon 25 Auftritte und Konzerte.

Lukas Lischeid (25), Aaron Falk (23), Jonas Terwolbeck (26) und Moritz Linnhoff (24) stehen gerne gemeinsam im Proberaum – und noch viel lieber auf der Bühne. Wenn sie nicht gerade an neuen Songs tüfteln oder Auftritte organisieren, sitzen sie im Hörsaal. Sie alle wollen Lehrer werden.

„Eine Frage der Begeisterung“

Ihre EP trägt den Titel „Eine Frage der Begeisterung“. Die Texte schreibt meistens Moritz Linnhoff, der für Gitarre und Gesang zuständig ist. „Aber die Melodie und so den ganzen Rest entwickeln wir gemeinsam“, erklärt Schlagzeuger Lukas Linscheid. Die EP haben „Die Lieferanten“ im Januar in der Sputnikhalle vor 220 Zuschauern vorgestellt. „Natürlich kommen wir aus Münster, aber da waren mehr als nur Freunde und Familie“, sagt Lischeid.

Innerhalb eines Jahres haben die vier 25 Auftritte und Konzerte gespielt. „Ich habe 15 verschiedene Städte gezählt“, sagt Jonas Terwolbeck stolz. Er spielt Piano. Unter anderem waren sie beim „Neue Wände Festival“ im Theater Münster dabei und auch beim „AStA-Festival“ in Paderborn.

Doch nicht nur in der direkten Umgebung haben sie gespielt. „Wir haben in Berlin einen Auftritt gehabt und dort auch eine Radio-Session gespielt“, sagt Terwolbeck. Auch in Köln, Lemgo, Detmold und Hannover standen sie auf der Bühne.

Positives Feedback

Mit der Resonanz sind die vier Studenten sehr zufrieden. „Nach einem Konzert in Hamm hat uns zum Beispiel jemand geschrieben, wir hätten ihren Abend gerettet“, erinnert sich Lukas Lischeid. Nicht nur von Freunden, auch von Fremden gebe es oft positives Feedback: „Es klingt schon so, als ob es den Leuten gefallen würde.“

„Wir stecken da viel Zeit und Energie rein“, erklärt Jonas Terwolbeck die vielen Auftritte innerhalb eines Jahres. Leidet das Studium nicht darunter? „Manchmal“, gibt Lukas Lischeid zu. „Aber das ist schon zu schaffen.“ Vor allem bei der Gründung der Band im September 2016 habe er sich nur noch auf die Musik konzentriert, erinnert sich Jonas Terwolbeck.

Konzert am 15. November

Mit dem letzten Konzert, das die Band am Mittwoch (15. November) abliefert, beginnen bereits die Planungen für 2018. Demoaufnahmen von neuen Songs gibt es schon, auch neue Videos und auch wieder zahlreiche Auftritte stehen auf der To-Do-Liste der Band.

„Die Lieferanten“ spielen das letzte Konzert in diesem Jahr am Mittwoch (15. November) um 21 Uhr im Gleis 22, Hafenstraße 34.

Das Geld, das sie mit den Auftritten bisher verdient haben, haben die Studenten angespart. „Wir überlegen, ob wir uns davon irgendwann einen Bulli kaufen“, sagt Moritz Linnhoff. Im Moment müssten sie sich für jeden Auftritt einen mieten. Außerdem entstehen derzeit auch die ersten Fanartikel. „Sticker haben wir schon länger“, sagt Jonas Terwolbeck. Jetzt sollen auch T-Shirts und Jutebeutel auf den Markt kommen.

Und wohin soll die Reise gehen? Für Moritz Linnhoff ist klar: „Das Hauptziel ist, geile Konzerte zu spielen.“ Auch Jonas Terwolbeck sieht darin den größten Reiz: „Konzerte, auf denen die Stimmung gut ist, bringen die Motivation für die nervigen Dinge.“ Und der 26-Jährige geht sogar noch weiter: „Der Moment des Auftritts, da ist immer alles perfekt. Dafür mache ich das.“

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