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Nach Zeugenhinweisen

Mutmaßlicher Torminbrücken-Messerstecher gefasst

Münster

Am vergangenen Freitag (11. Juni) wurde an der Torminbrücke ein 20-Jähriger durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Nun wurde drei junge Männer aus Nottuln festgenommen. Unter ihnen soll auch der Hauptbeschuldigte sein. Doch der schweigt bisher. 

Mehrere Polizeifahrzeuge stehen auf der Torminbrücke, nachdem es am Freitag um kurz nach 22 Uhr zu einer folgenschweren Auseinandersetzung zweier Gruppen gekommen war. Foto: Timo Gemmeke

Die Polizei Münster hat einen 20-Jährigen Mann aus Nottuln festgenommen. Er steht im Verdacht, am vergangenen Freitag (11. Juni) einen weiteren 20-Jährigen mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben, unter anderem durch Stiche in Lunge, Bauch und Leber. Auch ein 23-jähriger Mann erlitt an dem Abend durch einen Schnitt an der Hüfte leicht Verletzungen.

Wie die Polizei berichtet, hat eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Julika Böhlendorf seit vergangenem Frei nach einer unbekannten Personengruppe samt des Haupttäters gefahndet. Nach intensiven Ermittlungen, umfangreichen Zeugenbefragungen und Vernehmungen, so die Polizei, konnten Beamte am Freitagmorgen gegen 6 Uhr den 20-jährigen Beschuldigten in Nottuln festnehmen.

Streit eskalierte bei erneutem Aufeinanertreffen

"Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, nach einer verbalen Auseinandersetzung - möglicherweise mit einem Messer - auf sein Opfer eingestochen zu haben", erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Ersten Erkenntnissen zufolge waren mindestens zwei Bekannte des 20-Jährigen dem Opfer und seinen Freunden zuvor bereits in der Nähe begegnet und in verbalen Streit geraten.

Bei diesem Streit soll der Beschuldigte 20-jährige nicht dabei gewesen sein. Die Situation soll sich anschließend zunächst beruhigt haben und beide Gruppen sollen getrennte Wege gegangen sein. Beim darauffolgenden erneuten Aufeinandertreffen zusammen mit dem 20-jährigen mutmaßlichen Täter soll der Konflikt dann eskaliert sein."

Die Ermittlungen zu einer möglichen Tatbeteiligung der beiden Begleiter des Beschuldigten, bei denen es sich um zwei zunächst vorläufig festgenommene 17- und 20-jährige Männer aus Nottuln handelt, dauern laut der Polizei an. Ebenso gehen die Ermittlungen zur Tatwaffe weiter, die bislang nicht aufgefunden wurde. Auch die Hintergründe der Auseinandersetzung sind bislang unklar und Bestandteil der Ermittlungen. Der 20-Jährige äußerte sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen. Er wird noch am Freitag einem Haftrichter vorgeführt, so die Polizei.

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