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Missbrauchsprozess gegen Sabrina K.

Mutter half nicht bei Suche nach Sohn

Münster

Weitere Zeugenvernehmungen im Missbrauchsprozess gegen Sabrina K.. Die Mutter des am häufigsten vergewaltigten Jungen im Missbrauchskomplex Münster muss sich wegen Beihilfe verantworten. Sie bestreitet die Vorwürfe.

Von Dirk Anger

Prozess gegen Sabrina K. vor dem Landgericht. Die Mutter ist wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch an ihrem Sohn angeklagt. Foto: Oliver Werner

Fünfter Verhandlungstag im Missbrauchsprozess gegen die Lebensgefährtin des zu einer 14-jährigen Freiheitsstrafe plus Sicherungsverwahrung verurteilten Adrian V. aus Münster: Zwei Polizeibeamte sagten am Freitag im Verfahren gegen Sabrina K. vor der achten Großen Strafkammer des Landgerichts Münster aus.

Dort muss sich die 31-Jährige wegen Beihilfe zum schweren sexuellen Missbrauch an ihrem Sohn verantworten. Sie habe den Jungen nicht vor den Taten ihres Freundes geschützt und ihn sogar im Wissen um Übergriffe mit Adrian V. alleine gelassen, lautet der Vorwurf der Anklage.

Sabrina K. nennt Aufenthaltsort nicht

Im Zuge der Fahndung nach Adrian V. und seinem Ziehsohn wurde im Mai 2020 die gemeinsame Wohnung des Paares in einem Mehrfamilienhaus in Kinderhaus durchsucht. Dabei wurde auch Sabrina K. befragt und später als Verdächtige über Nacht festgenommen. Auf Nachfrage habe diese den Aufenthaltsort ihres Sohnes aber nicht genannt, berichtete ein Zeuge nach Gerichtsangaben.

Ein weiterer Polizist berichtete der Kammer, wie das bei Bekannten von Adrian V. in Hannover gefundene Handy dem Münsteraner zweifelsfrei zugeordnet werden konnte. Dieser Punkt ist im laufenden Verfahren wichtig, weil sich die Anklage unter anderem auf auf diesem Telefon sichergestellte Chats zwischen Adrian V. und Sabrina K. stützt.

Mutter soll alles gewusst haben

Am Tag zuvor hatte ein weiterer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagter Zeuge ausgesagt, dass Adrian V. ihm gegenüber erklärt habe, dass seine Lebensgefährtin von den Taten wisse.

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